Während bei JNJ das Geschäft mit Originalmedikamenten die größten Probleme bereitet, ist es bei Novartis derzeit ein Glanzlicht. Die von dem designierten CEO Joe Jimenez geführte Pharmasparte wuchs organisch um zwölf Prozent und damit weit schneller als der Gesamtmarkt, der von IMS derzeit mit durchschnittlich vier bis sieben Prozent pro Jahr angegeben wird.
Für 2010 erwartet Novartis auf Basis lokaler Währungen einen Umsatzanstieg im „mittleren einstelligen Prozentbereich“, vor allem durch zusätzliche Umsatzbeiträge von kürzlich eingeführten Produkten sowie ein stärkeres Geschäft in Schwellenmärkten.
In den nächsten Jahren laufen die Patente wichtiger Medikamente aus
Eine Abschwächung des Wachstums könnte dem Konzern allerdings in den Folgejahren drohen, wenn die Patente auf die derzeit umsatzstärksten Medikamente wie Diovan (ab 2011) und Gleevec (2015) auslaufen. Der Blutdrucksenker Diovan wuchs 2009 um sechs Prozent auf sechs Mrd. US-Dollar, das Krebsmedikament Gleevec legte um zwölf Prozent auf 3,9 Mrd. Dollar zu.
Neue Produkte, die in den letzten zwei Jahren eingeführt wurden, stehen bei Novartis für 18 Prozent des Umsatzes. 2014 sollen es 35 Prozent sein. Zu den Hoffnungsträgern gehört ein neues Mittel gegen Multiple Sklerose, mit dem Novartis gegen die Merck KGaA antreten will.
Zudem hat sich der Konzern mit der Übernahme des Augenheilkundespezialisten Alcon im Gesundheitsmarkt breiter aufgestellt. Finanzchef Raymond Breu betonte, dass Novartis bei Alcon weiter das Ziel habe, 100 Prozent zu übernehmen. Er machte gestern aber keine Angaben dazu, ob man das Angebot an die Minderheitsaktionäre, die noch 23 Prozent halten, aufstocken werde. Alcon soll mit der Sparte Ciba Vision als fünfte Division etabliert werden, neben Pharma, dem Impfstoffgeschäft, der Generikasparte und den freiverkäuflichen Arzneimitteln.
Vasellas Abschied Seiten 70/71
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