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Pharmabranche: Novartis-Chef Vasella tritt zurück

Der Pharmakonzern Novartis hat einen neuen Chef. Der bisherige CEO Daniel Vasella ist zurückgetreten. Sein Nachfolger soll bereits zum 1. Februar übernehmen. Spekuliert wurde über einen Abtritt Vasellas schon seit längerem, aber der jetzige Zeitpunkt kommt überraschend. Und Vasella hat Novartis noch ein schönes Geschenk hinterlassen.

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Novartis-Chef Daniel Vasella zieht sich zurück. Quelle: Reuters
Novartis-Chef Daniel Vasella zieht sich zurück. Quelle: Reuters

BASEL/FRANKFURT. Der Schweizer PhParmakonzern Novartis hat das vergangene Geschäftjahr mit einem weit über dem Markt liegenden zweistelligen Wachstum abgeschlossen. Konzernchef Daniel Vasella kann das Unternehmen damit in starker Verfassung an seinen designierten Nachfolger, den derzeitigen Pharma-Chef Joseph (Joe) Jimenez übergeben.

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Zur erfolgreichen Entwicklung von Novartis im vergangenen Jahr trugen sowohl eine Reihe neuer Produkte als auch die beiden Topmedikamente bei, der Blutdrucksenker Diovan und das Krebsmittel Gleevec. Der Umsatz des weltweit viertgrößten Pharmakonzerns stieg in lokalen Währungen gerechnet um elf Prozent auf 44,3 Mrd. Dollar, negative Währungseinflüsse mit eingerechnet betrug das Wachstum noch sieben Prozent.

Akquisitionen machen nach Angaben des Konzerns weniger als ein Prozent des Zuwachses aus. Das operative Kernergebnis stieg durch Produktivitätssteigerungen um elf Prozent auf 11,4 Mrd. Euro, der Reingewinn erhöhte sich unter anderem wegen Finanzierungskosten bei der Übernahme der Augenheilmittelfirma Alcon nur um 8 Prozent auf 10,3 Mrd. Dollar.

Die Zahlen des Baseler Konzerns stehen in krassem Gegensatz zu den Resultaten des US-Konkurrenten Johnson & Johnson (JNJ), der gestern ebenfalls Zahlen vorlegte. Bei einem stagnierenden Umsatz von rund 62 Mrd. Dollar verbuchte JNJ einen Rückgang des Nettogewinns um fünf Prozent auf 12,2 Mrd. Dollar, bedingt vor allem durch Kosten für Restrukturierungen und Personalabbau. Der US-Konzern reagiert damit unter anderem auf Umsatzeinbußen von währungsbereinigt rund sechs Prozent in seinem von Generika-Konkurrenz belasteten Pharmageschäft.

Die Zahlen der beiden Konzerne zeigen damit, wie weit die Wettbewerbsfähigkeit der Pharmahersteller derzeit auseinander klafft.

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