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Theodor Scheidegger: Siemens trennt sich von Chef der Solarsparte

Theodor Scheidegger, der Chef der Solarsparte bei Siemens, verlässt „in beiderseitigem Einvernehmen“ den Konzern. Seinen Posten übernimmt nun Finanzvorstand Michael Axmann.

Die Solarsparte von Siemens hat zuletzt Verluste eingefahren. Quelle: SAP/dpa
Die Solarsparte von Siemens hat zuletzt Verluste eingefahren. Quelle: SAP/dpa

MünchenVor dem geplanten Verkauf des Unternehmensbereichs hat der Chef der verlustreichen Solarsparte von Siemens den Konzern überraschend verlassen. Theodor Scheidegger sei „in beiderseitigem Einvernehmen“ gegangen, bestätigte ein Siemens-Sprecher Informationen des Handelsblatts.

Seine Aufgaben übernimmt Finanzvorstand Michael Axmann. Scheidegger war vor gut einem Jahr zu Siemens gekommen, um die Solarsparte umzustrukturieren. Im vergangenen Quartal machte diese aber wegen Abschreibungen und operativer Verluste ein Minus von 150 Millionen Euro.

Siemens

Siemens-Chef Peter Löscher hatte 2012 den Ausstieg aus dem Solargeschäft verkündet. Laut Industriekreisen gibt es Gespräche mit mehreren Interessenten. Die Sparte ist vor allem aus der 2009 für 418 Millionen Dollar gekauften israelischen Solarfirma Solel hervorgegangen. Die Akquisition erwies sich aber als Fehlgriff.