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Umfrage: Chefs lassen Angestellte trotz Krankheit arbeiten

Eine dicke Erkältung, ein grippaler Infekt? Kein Grund, nicht zur Arbeit zu gehen, finden deutsche Manager. Eine aktuelle Umfrage zeigt aber auch, dass sich Chefs mit einer mittelschweren Erkältung ins Büro schleppen.

Eine Umfrage ergab: Eine Mehrheit der deutschen Manager geht auch mit einer mittelschweren Erkältung zur Arbeit. Eine Grippeimpfung kann das Schlimmste verhindern. Quelle: dpa
Eine Umfrage ergab: Eine Mehrheit der deutschen Manager geht auch mit einer mittelschweren Erkältung zur Arbeit. Eine Grippeimpfung kann das Schlimmste verhindern. Quelle: dpa

DüsseldorfViele Führungskräfte erwarten von ihren Angestellten Anwesenheit auch im Krankheitsfall. Rund ein Drittel der Chefs schickt laut einer Umfrage der Personalberatung LAB & Company und der Hochschule Coburg seine Mitarbeiter auch bei ernsten Erkrankungen nicht nach Hause, wie die Beratung am Mittwoch in Düsseldorf mitteilte.

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17 Prozent seien der Ansicht, dass man sich von häufig kranken Angestellten trennen sollte. Jeder zehnte Manager hält ein individuelles Prämiensystem bei weniger Krankheitstagen für ein geeignetes Steuerungsinstrument.

Die Volkskrankheiten der Deutschen

  • Wirtschaftlicher Schaden

    Volkskrankheiten haben nicht nur gesundheitliche sondern auch wirtschaftliche Auswirkungen. Allein im Jahre 2010 waren die Bundesbürger 17,6 Tage im Durchschnitt krankgeschrieben.

  • Todesursachen

    Volkskrankheiten führen nicht zwangsläufig zum Tode. Deshalb ist es wichtig, zwischen Krankheiten und Todesursachen zu unterscheiden. Zu den häufigsten Todesursachen zählen in Deutschland der Herzinfarkt und der Schlaganfall. 42 Prozent der Bundesbürger waren hiervon betroffen.

  • Krebs

    Zu den zweithäufigsten Todesursachen zählt das Krebsleiden mit 35 Prozent. Frauen versterben neben Krebserkrankungen der Verdauungsorgane nicht selten an Brustkrebs. der Darm-und Lungenkrebs ist die häufigste Todesursache bei den männlichen Bundesbürgern.

  • Depression

    Zu den häufigsten Erkrankungen gehört die Depression. Sie belegt den vierten Platz in der Rangliste mit 9,4 Prozent. Unter Depressionen sind unterschiedliche Erkrankungen zu fassen wie beispielsweise Angstzustände.

  • Burn-out

    Unter den Begriff der Depressionen fällt auch das Krankheitsbild des Burn-out Syndroms. Betroffene sind meist körperlich, geistig und emotional erschöpft. Grund für diesen Zustand sind Stress oder berufliche Überbelastung.

    Eu-weit belaufen sich die volkswirtschaftlichen Folgekosten auf 20 Milliarden Euro jährlich.

  • Atemwege

    Platz 3 belegen die Atemwegserkrankungen mit 18 Prozent. Mediziner unterscheiden zwischen den oberen und unteren Atemwegen. Zu den Erkrankungen der oberen Atemwege gehören Krankheiten der Nasennebenhöhlen und Kieferhöhlenentzündungen. Die Bronchitis hingegen wird zu den Krankheiten der unteren Atemwege gezählt.

  • Übergewicht

    Gemeinsam mit den Atemwegserkrankungen ist die Fettstoffwechselstörung die dritthäufigste Krankheitsursache in Deutschland. Eine Störung des Stoffwechsels ist das Übergewicht, das auf falsche Ernährung und Bewegungsmangel zurückzuführen ist. Laut des Europäischen Statistikamts sind 60 Prozent der Deutschen übergewichtig.

  • Diabetes

    Eine weitere Fettstoffwechselstörung ist die Zuckerkrankheit Diabetes mellitus. Dabei wird zwischen Typ 1 und Typ 2 unterschieden. Typ 2 ist auf das Übergewicht zurückzuführen.

  • Rückenschmerzen

    Mit 24,1 Prozent sind die Rückenschmerzen das zweithäufigste Volksleiden der Deutschen. Diese Zahl schlägt sich auch in den Krankheitstagen nieder. 13 Tage lässt sich der Bundesbürger wegen dieser Erkrankung krankschreiben.

  • Bluthochdruck

    25,7 Prozent der deutschen Bundesbürger leiden an Bluthochdruck. Damit belegt diese Erkrankung den ersten Platz. Die Ursachen sind vielfältiger Natur. Außer der genetischen Veranlagung spielen Stress, Bewegungsmangel und ein überhöhter Alkoholkonsum eine wesentliche Rolle. Wird die Erkrankung nicht behandelt, drohen Herzinfarkt und Schlaganfall.

Schonungslos gingen die Führungskräfte auch mit ihrer eigenen Gesundheit um, hieß es. So würden 58 Prozent selbst bei einer mittelschweren Erkältung zur Arbeit kommen und 29 Prozent von zu Hause arbeiten. Für die Umfrage wurden die Antworten von 381 Managern mit einem Jahreseinkommen von deutlich über 100.000 Euro ausgewertet.

Die hartnäckigsten Gesundheitsmythen

  • Obst und Gemüse schützt vor Krebs

    Wer sich gesund ernährt und mehr Gemüse als Fleisch isst, der tut seinem Körper etwas Gutes. Doch ein konkreter Schutz vor Krebs ist das nicht. Das ergab eine Studie von Hsin-Chia Hung und Walter Willet, Harvard University Boston/"Journal of the National Cancer Institute". Die Probanden, die mehr Obst und Gemüse aßen, hatten jedoch ein geringeres Herzinfarktrisiko.

  • Dunkle Schokolade macht weniger dick

    Das stimmt leider nicht. Egal, wie dunkel die Schokolade ist, sie besteht in erster Linie aus Kakaobutter, Zucker und Kakaomasse. Im Gegensatz zu Milchschokolade enthält dunkle Schokolade keine Milch, folglich auch keinen Milchzucker. Die Kalorienzahl ist aber vergleichbar mit der der Milchschokolade.

  • Kaffee trocknet den Körper aus

    Nein, Kaffee entzieht dem Körper kein Wasser. Koffein wirkt allerdings harntreibend: Wer viel Kaffee trinkt, muss also öfter die Toilette aufsuchen. Das bedeutet aber nicht, dass er dabei mehr Flüssigkeit verliert, als er mit dem Bürokaffee aufgenommen hat.

  • Pro Tag zwei Liter Wasser trinken

    Es ist richtig, dass der Mensch "ausreichend" Flüssigkeit braucht. Er muss aber nicht zwangsläufig zwei Liter in Form von Wasser trinken. Auch Obst, Gemüse und Milchprodukte enthalten Flüssigkeit. Außerdem hängt der Flüssigkeitsbedarf davon ab, wie heiß es ist, wie viel der Mensch wiegt und ob man sich körperlich stark anstrengt. Pauschal eine Menge von zwei Litern zu empfehlen ist wenig sinnvoll. Zu viel Wasser kann dem Körper auch schaden. Wer ein normales Durstgefühl hat, nimmt automatisch genug Flüssigkeit zu sich.

  • Salat hat viele Vitamine

    Das stimmt nicht. Salat hat viel Folsäure, die der Körper braucht, aber Vitamin C etwa findet sich in der doppelten bis achtfachen Menge in Tomaten oder Paprika.

  • Eier erhöhen den Cholesterinspiegel

    Cholesterin ist ein lebensnotwendiger, natürlicher Stoff und kein Schadstoff. Der Körper produziert selbst Cholesterin und stoppt die Produktion, wenn zu viel Cholesterin in Form von Nahrung aufgenommen wird. Nur wer eine Cholesterin-Stoffwechselstörung hat muss auf seine Ernährung achten. Alle anderen können so viele Frühstückseier essen, wie sie wollen.

  • Salz ist ungesund

    Das stimmt nur, wenn Sie zu den so genannten salzsensitiven Menschen zählen. Bei denen kann der häufige Genuss von stark gesalzenen Speisen zu einem Anstieg des Blutdrucks führen. Da die Mehrheit der Menschen aber nicht salzsensitiv isst, müssen sie auch nicht auf Salz verzichten.

  • Mehrere Mahlzeiten sind besser

    Immer wieder hört man, es sei besser fünf kleine Mahlzeiten zu sich zu nehmen, als die drei großen Klassiker Frühstück – Mittag – und Abendessen. Im Grunde ist es völlig egal, wann man isst. Wer mit fünf „kleinen“ Mahlzeiten am Tag abnehmen möchte, läuft jedoch schnell Gefahr, zu viele Kalorien aufzunehmen. Wer sich an feste Mahlzeiten hält, behält besser den Überblick über die Gesamtmenge der aufgenommenen Kalorien.

  • Am Abend essen macht dick

    Ob wir zu- oder abnehmen liegt an der Menge der Kalorien, die wir zu uns nehmen und nicht am Zeitpunkt der Nahrungsaufnahme. Mehrere Studien haben widerlegt, dass Stoffwechselvorgänge am Abend ruhen und daher, wer abends mehr isst, schneller dick wird.

  • Der Mensch nutzt nur einen Bruchteil des Gehirns

    Zwar keine Ernährungsweisheit, aber ein Gesundheitsmythos ist, dass der Mensch gar nicht die volle Leistung des Gehirns ausschöpfe. Einmal heißt es 10 Prozent, ein andermal 25 Prozent. Mehr unserer Hirnkapazitäten nutzen wir nicht? Doch, tatsächlich nutzt der Mensch alle Bereiche seines Gehirns. Untersuchungen haben gezeigt, dass es keine inaktiven Teile gibt. So verführerisch der Gedanke an noch ungenutzte Areale und Möglichkeiten wie Telepathie und Telekinese sein mag, sie bleiben Fantasterei.

 

  • 24.12.2012, 14:53 UhrWeltenbummler

    Diese Manager sind, die mit ihrer eigenen Gesundheit und die ihrer Mitarbeiter so umgehen, sind Idioten. Langfristig wird sich dies auf die Leistung negativ auswirken. Ja, langristiges Denken ist nicht mehr angesagt, nur der kurzfristige Erfolg zählt. Arme Würstchen, diese sogenannten Manager.

  • 12.12.2012, 16:17 Uhrkeeper

    Soviel zur Wertschätzung von "Rund ein Drittel der Chefs" gegenüber den M.A..

    ... die M.A. erwidern dies -egal ob krank oder gesund- mit entsprechender Motivation.

    ... was folgt ist Resignation und die ganzen Stresskrankheiten.

    Wer als M.A. dies unterstützt indem er mitmacht statt aufbegehrt, der hat's auch nicht anders verdient.
    Kriecher werden getreten.

  • 12.12.2012, 14:12 Uhr251170

    Wenn eine Erkältung verschleppt wird (Fehlzeit vielleicht eine Woche) können schwere Folgeerkrankungen entstehen, welche längere Fehlzeiten nach sich ziehen.
    Ausserdem sitzt doch keiner gerne neben einer Bazillenschleuder oder hat jeder in den betroffenen Abteilungen ein Einzelbüro ?

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