
Den Führerschein ist Verhuven bereits los – und das wahrscheinlich für längere Zeit. Allerdings musste sich die Polizei erst einen richterlichen Beschluss besorgen, um Zugang zur Alltours-Zentrale zu erhalten. Dort wurde der Führerschein beschlagnahmt. Dem Firmenchef droht im Falle einer Verurteilung wegen eines gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr zumindest eine Geldstrafe.
Verhuven war am Mittwochmorgen vor dem Vorfall auch an einer anderen Straßensperre aufgefallen, berichtet die Polizei weiter. Dort habe er ebenfalls nicht eingesehen, dass er nicht durchfahren dürfe. Er streike ja schließlich nicht, habe Verhuven gesagt.
Der 61-jährige Alltours-Gründer hat ohnehin ein belastetes Verhältnis zu Gewerkschaften. Im Jahr 2006 scheiterte die Gründung eines Betriebsrates beim Duisburger Reiseveranstalter mit seinen mittlerweile rund 500 Mitarbeitern. Die Belegschaft hatte damals auf der Betriebsversammlung die Initiative von drei Mitarbeitern zwar abgelehnt, die Geschäftsleitung soll die entsprechenden Mitarbeiter jedoch unter Druck gesetzt haben. Verdi-Vertreter sollen von Sicherheitskräften am Besuch der Betriebsversammlung gehindert worden sein.
Verhuven gründete 1974 in Kleve ein Reisebüro und legte damit den Grundstein für das Touristikunternehmen. Alltours ist mittlerweile der viertgrößte Reiseveranstalter in Deutschland. Im vergangenen Jahr machte der Konzern bei einem Umsatz von 1,32 Milliarden Euro einen Vorsteuergewinn von 32 Millionen Euro.
Zuletzt hatte Verhuven gesagt, dass sein Unternehmen die Prognose beim Umsatzwachstum von sieben Prozent auf 1,4 Milliarden Euro im aktuellen Geschäftsjahr noch übertreffen werde. Das Unternehmen solle in eine Stiftung überführt werden, kündigte Verhuven zudem in einem Interview an. Der Alltours-Alleininhaber zählt zu den reichsten Deutschen, er soll ein Vermögen von 600 Millionen Euro besitzen.

Verhuven meint das Recht gekauft zu haben, dies trifft auch für sein Verhalten gegenüber den Inmobilienbesitzern in Spanien zu. Vermieten aber nicht zahlen ! Kann man hier auch nachlesen, einfach googeln !

Der wird schon gute Anwälte haben - dem passiert nichts!
Im Rechtsstaat kann man alles kaufen - auch das Recht!
Bananenrepublick eben.

In Deutschland gibt es einfach keinen Respekt vor dem sehr harten und schlecht bezahlten Polizeidienst! Das gilt für Arme und Reiche , für Junge und Alte , In - und Ausländer und für Gebildete und Dumme. Daran ist auch die Presse mit ihrer "Polizeiberichterstattung" leider mit schuldig.
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