„Kollegenhasserbuch“
Der richtige Umgang mit Nervensägen im Büro

Die Arbeit könnte so schön sein - wenn es da nicht die Kollegen gäbe. Ihre Angewohnheiten nerven und machen den Alltag zur Qual. Ein aktuelles Sachbuch könnte Abhilfe schaffen: Das Kollegenhasserbuch bietet eine Möglichkeit, den Umgang mit Nervensägen gänzlich neu zu gestalten.
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DÜSSELDORF. Üblicherweise stehen die Dankesworte von Buchautoren am Ende und sind recht langweilig. Doch beim "Kollegenhasserbuch" ist es ein wenig anders. Jonathan Littman und Marc Hershon gestehen hier: "Es gibt auch ein paar Menschen, die wir nicht hassen." Diesen Eindruck hat man nur bedingt, wenn man die 220 Seiten zuvor gelesen hat.

Littmann ist ein bekannter US-Sachbuchautor, Hershon Markenexperte und Kabarettist. Aber lustig geht es in ihrem Buch nicht zu. Dafür sehr realitätsnah. Die beiden Autoren analysieren, welche Typen von, gelinde gesagt, anstrengenden Kollegen es gibt und - um es vorweg zu nehmen - wie man den Nervensägen gegenübertreten sollte, um seinen Alltag wieder genießen zu können.

Damit man den Feind kennt, identifizieren die Autoren die zehn meistgehassten Kollegen-Typen. Natürlich gibt es auch Fälle, in denen zwei oder mehr Typen gleichzeitig vorkommen. Vor denen müsse man sich besonders in Acht nehmen:

Meistgehasster Nr. 1: Der Knüppelwerfer

Stereotyp: Eine ehemalige Führungskraft von Kodak: Die Digitalkamera wird sich niemals durchsetzen
Kurzpsychogramm: von Angst zerfressen, detailversessen, große Unsicherheit

Knüppelwerfer dürften mehr Karrieren zerstört haben als alle anderen Menschentypen. Sie stellen überall Stoppschilder auf und werfen Knüppel zwischen die Beine. Ein weiteres Beispiel ist Kenneth Olsen. Der DEC-Chef sagte 1977: "Es gibt keinen Grund, sich einen Computer ins Haus zu stellen." Die ständigen Nein-Sager erinnern an störrische Zweijährige. Wenn man sich gegen Knüppelwerfer nicht früh genug wehrt, gehen Projekte den Bach runter. In Meetings laufen sie zur Höchstform auf. Wer einen Knüppel wirft, beweist, dass er nicht tot ist. Zudem ist der Heruntermachen von Ideen deutlich einfacher, als selbst welche zu entwickeln.

Meistgehasster Nr. 2: Der Trickser

Stereotyp: an guten Tagen Danny Ocean (George Clooney in "Ocean?s Eleven")
Kurzpsychogramm: manipuliert andere, lässt sich sein Nest von anderen auspolstern, will gemocht werden, erkennt leicht Opfer.

Trickser lassen sich gern entschuldigen, fehlen oft mit vagen Entschuldigen im Büro. Er lockt andere geschickt in die Falle. So manches Unternehmen unterstützt Trickser mit ihrem Managementstil.

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Kommentare zu " „Kollegenhasserbuch“: Der richtige Umgang mit Nervensägen im Büro"

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  • Entschuldigung .... es waren keine 24 .... sondern 35 Jahre. besten Dank

  • Guten Tag.....Mein Vater sagte immer : "Die Freunde ( Kollegen Kameraden )?;.... die liegen bei Stalingrad." Er hat es ueberlebt. ich habe 24 Jahre bank ueberlebt. Er hatte Recht. besten Dank

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