Konkurrenz zu Murdoch
Branson will mit iPad-Magazin punkten

Milliardär Richard Branson hat sich mal wieder etwas Neues einfallen lassen. Der 60-jährige Brite und Gründer der Virgin-Unternehmensgruppe will am Dienstag ein Magazin für den Tablet-Computer iPad vorstellen. Ein Projekt, an dem auch Kollege Rupert Murdoch arbeitet.
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LONDON. Der Mann hat bereits eine Fluglinie und eine Fitness-Studiokette, er bietet Reisen in den Weltraum an und bringt Comics heraus, er verkauft Mobiltelefone und Wodka. Jetzt hat der Gründer der Virgin-Unternehmensgruppe und Milliardär Richard Branson ein neues Lieblingsprojekt: Er lässt ein Magazin für den Tablet-Computer iPad entwickeln. Am Dienstag will der 60-jährige Brite die digitale Zeitschrift in New York vorstellen und so Rupert Murdoch zuvorkommen.

Der Medienunternehmer wird seine iPad-Tageszeitung "The Daily" wohl eine Woche später präsentieren. Geschätzte 30 Mio. Dollar will Murdoch in das Projekt investieren und 150 Journalisten beschäftigen.

Weniger tagesaktuelle Nachrichten, mehr Unterhaltung - das ist Bransons Konzept, berichten Blogger. Die iPad-Applikation des Briten sei eine Mischung aus der Technologiezeitschrift "Wired", Reise- und Wirtschaftsmagazinen.

Branson, Murdoch und auch andere Verleger setzen große Hoffnungen ins iPad. Sie sehen darin eine gute Möglichkeit, um mit journalistischen Inhalten Geld zu verdienen.

Für Branson ist die iPad-Zeitschrift nicht der erste Ausflug in die Medienbranche. Schon als 16-Jähriger hat er eine Schülerzeitung herausgegeben. Trotz der Unterstützung von großen Namen wie Jean-Paul Sartre und John le Carré war die Zeitung wirtschaftlich ein Flop.

Der Erfolg kam erst einige Jahre später, als Branson seine Virgin-Plattenläden eröffnete. Heute ist er Herr über mehr als 300 Firmen, 50 000 Mitarbeiter und 18 Mrd. Dollar Jahresumsatz.

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