Kontovollmacht
Bank trägt Fälschungsrisiko

Das Vermögen seiner Großmutter führte einen arbeitslosen 24-Jährigen in Versuchung. Kurzerhand schrieb er eine Kontovollmacht, setzte seinen Namen ein und fälschte die Unterschrift der alten Dame.

Mit dem falschen Formular ging er mehrfach zur Bank und hob zwischen 500 und 2000 Euro ab. Die rüstige Seniorin merkte bald, dass Geld fehlte. Statt ihren Enkel zu verklagen, zog sie gegen ihre Bank vor Gericht.

Mit Erfolg: Das Landgericht Bonn verdonnerte das Institut, der 79-Jährigen 21 600 Euro zurückzuzahlen (3 O 192/05). Das Fälschungsrisiko liege bei der Bank, so die Richter. Es sei der Großmutter nicht vorzuwerfen, dass sie Unterlagen mit ihrer Bankverbindung in der Wohnung liegen ließ: Mit einem kriminellen Enkel müsse niemand rechnen. Jetzt muss die Bank den Mann verklagen, das Geld herauszurücken.

Quelle: Wirtschaftswoche Nr. 49 vom 01.12.2005

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