Konzernkreise : Audi-Entwicklungschef muss gehen

Konzernkreise
Audi-Entwicklungschef muss gehen

Nach nur wenigen Monaten muss Audi-Entwicklungschef Wolfgang Dürheimer seinen Posten räumen. Sein Nachfolger ist im VW-Konzern kein Unbekannter. Er ist der Vater des modularen Querbaukastens.
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Frankfurt/MünchenNach weniger als einem Jahr im Amt muss Audi -Entwicklungschef Wolfgang Dürheimer Konzernkreisen zufolge seinen Hut nehmen. Der frühere Chef der VW-Nobelmarken Bentley und Bugatti war erst im Rahmen eines großen Führungsumbaus im VW-Konzern im September zu Audi gewechselt. Im Zuge der Umgestaltung waren bei Audi auch andere Posten verändert worden.

Dürheimer werde durch VW-Chefentwickler Ulrich Hackenberg ersetzt, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person am Donnerstag. Dürheimer wurde 2012 Entwicklungschef von Audi. Top-Manager seien jedoch unzufrieden mit ihm, da die Premiummarke des VW-Konzerns dem Slogan „Vorsprung durch Technik“ zu selten gerecht werde, hatte „Spiegel Online“ zuvor auf seiner Webseite berichtet. VW betonte, man könne den Bericht nicht kommentieren.

Konkurrent BMW, der bei seinem Ende 2013 auf den Markt kommenden Elektroauto i3 als erster großer Autohersteller auf eine Karosserie aus Kohlefaser setzt, gilt in der Branche mittlerweile als technisch führend. Audi hatte die geplanten Elektrovarianten des Sportwagens R8 und des Kleinwagens A1 hingegen gestoppt.

Hackenberg ist Vater des „modularen Querbaukastens“, den VW derzeit Zug um Zug bei allen kleinen und mittleren Modellen einführt. Dabei haben die Wolfsburger ihre Entwicklung und Fertigung so organisiert, dass einzelne Teile und ganze Baugruppen nicht nur für einen Autotyp passen, sondern gleich für mehrere Modelle. So können sie über die Grenzen der Konzernmarken hinweg verwendet werden. Wenn die Kundschaft nach einer neuen Variante eines Fahrzeugs ruft - etwa nach einem kleinen Geländewagen oder einem Cabriolet auf Basis eines existierenden Modells - kann sich der Konzern aus vorentwickelten Teilen bedienen. Das spart Zeit und Geld. VW will durch die Weiterentwicklung des Modulsystems die Kosten um mindestens ein Fünftel senken.

Audi-Chef Rupert Stadler will bis 2020 an BMW vorbei ziehen. Allerdings hatten die Ingolstädter dieses Ziel bereits nach hinten verschoben. Ursprünglich sollte dies schon 2015 gelingen.

Kommentare zu "Audi-Entwicklungschef muss gehen"

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  • lustig. Jetzt fühlen sich die Audi-Fahrer auf den Schlips getreten, wenn mal die Wahrheit geschrieben wird... Innovationsfaul war der Laden schon lange.

  • @Grandlexus
    Jedenfalls nervt es, wenn du ständig den selben Beitrag wiederholst. Was soll das? Erklärs mir nicht, laß es einfach.

  • Lieber Siegfried, bevor wir zusammen zur Odenwaldquelle gehen: Audi hat nach dem Marketingspruch "Vorsprung durch Technik" kein zukunftsfähiges Konzept.
    Hyundai ist gut beraten erst mal alle Technikleute von dort aufzunehmen. Die Zukunft liegt ohnehin dort. Denn es geht um globale Prozessoptimierung bei der Automobiltechnik.

    Bei Piech geht es nur um die Maximierung des Profits. Das geht nur 10 Jahre gut.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Nicht persönlich werden“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

  • Es lebe der Hösenträger-Verein!

  • Der BMW C1 Innovationsroller mit hohem Passivsicherheitsschutz war seiner Zeit voraus, hatte aber sicher ein paar Konstruktionsnachteile. Der Roller war aber bezogen auf den Gedanken das Zweiradfahren passiv sicherer zu machen, um Lichtjahre den heutigen Rollern voraus. Die Weiterentwicklung wurde von BMW zu früh eingestellt - es wurde einfach so weitergemacht, wie der Mainstream es ableitete. Das ist betriebswirtschaftlich einfach und wird belohnt, weil es mehr Rendite im JETZT abwirft. Es ist aber fatal, um neue Impulse zu geben, das normale Spektrum zu erweitern. "Normal entwickeln" kann jedoch jeder und es bringt kein Salz in der Suppe. Die Kür ist das Normale effizient zu betreiben, aber auch das Neue und das Andere Denken nicht zu vernachlässigen.
    Eine Sicherheitsrollerlinie hätte auch unter einem neuen BMWgroup Marke erfolgen können - mit kleiner Auflage, die aber kontinuierlich wächst.
    Andere Hersteller praktizierten ebenfalls Neues: PIAGGIO mit der 3-Rad-Roller Philosophie und RENAULT mit dem TWIZY.
    Bei BMW darf aber gehofft werden, dass ein C1 Nachfolger als E-Roller kommen wird. Als namhafter Hersteller muss man auch Nischen wirtschaftslich erfolgreich bedienen können. Und aus einer Nische kann sich auch etwas Größeres entwicklen.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Nicht persönlich werden“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

  • Vielleicht ists auch der senile Piech, der nicht mehr überblicken kann, was in seinem Riesenreich so alles abgeht?

    Wenn er schon so weit ist, sein Kindermädchen in den Aufsichtsrat zu schicken...ist ein studierter Kaufmann wie Herr Stadler doch geradezu ein Geschenk Gottes für Audi.

  • Bleiben wir beim Thema. Vielleicht war Dürheimer bei Porsche nicht der Reißer, vielleicht auch nicht bei BMW.

    Aber hatte sich Hr. Stadler bei dessen Bestellung verweigert? Wohl, kaum.

    Wenn er ihn geholt hat, dann Gute Nacht. Wenn er ihn sehenden Auges nicht verhindert hat, ebenso Gute Nacht.

    Aber Hr. Stadler: Warum ist Ihr Audi Vorstand so ein Intriganten-Stadel mit häufig ausgewechselten Schauspielern?

    Vielleicht haben Sie Ihren eigenen Laden einfach nicht im Griff? Weil Sie technisch so gar keine Ahnung haben - geschweige denn mitreden können? Weil Sie nicht mal ein Feeling für Ästhetik haben - siehe Design?

    Vielleicht haben Sie so viel Weitblick, von alleine zu gehen und weiteren Schaden von Audi abzuhalten.

  • Deutsche Autos sind rollender Restmüll. Uralttechnik aus den 70ern/80ern, Proletenimage, beworben und verkauft über Schleichwerbung und Propaganda der Springer Presse.

    Wer für deutschen Schrott ernsthaft Geld ausgibt, hätte den Betrag besser in Bildung (in die Eigene!) investiert:

    [...]
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