Krauss-Maffei Wegmann: Ex-Rüstungsmanager in Untersuchungshaft

Krauss-Maffei Wegmann
Ex-Rüstungsmanager in Untersuchungshaft

Rüstungsgeschäfte zwischen dem deutschen Panzerbauer Krauss-Maffei Wegmann mit Griechenland beschäftigen seit langem Ermittler in Athen und München. Für einen ehemaligen Manager des Unternehmens haben die Ermittlungen drastische Folgen.
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MünchenEin ehemaliger Manager des Panzerherstellers Krauss-Maffei Wegmann sitzt wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung bei einem Rüstungsgeschäft mit Griechenland in Untersuchungshaft. Die Münchner Staatsanwaltschaft geht dem Verdacht nach, dass der Mann beim Verkauf von Panzerhaubitzen in die eigene Tasche gewirtschaftet hat. Er befinde sich seit Mitte Januar in Untersuchungshaft, erklärte ein Behördensprecher am Dienstag in München. Damit bestätigte er entsprechende Informationen von „Süddeutscher Zeitung“ und „Spiegel“.

Zur Höhe der möglicherweise hinterzogenen Steuern und dem Grund für die Verhaftung äußerte er sich mit Verweis auf das Steuergeheimnis zunächst nicht. Grundsätzlich darf Untersuchungshaft nach der Strafprozessordnung wegen Flucht- oder Verdunkelungsgefahr angeordnet werden. Die Ermittlungen müssen dann besonders zügig erfolgen.

Krauss-Maffei Wegmann (KMW) mit Sitz in München fertigt einige der bekanntesten deutschen Rüstungsgüter, darunter den Kampfpanzer Leopard oder die Panzerhaubitze 2000. Im Jahr 2001 hatte das Unternehmen die Lieferung von 24 Panzerhaubitzen an Griechenland für rund 200 Millionen Euro vereinbart. Die Athener Justiz geht seit Jahren dem Verdacht nach, dass staatliche Rüstungseinkäufer und Militärs in Griechenland dabei Schmiergeld angenommen haben.

Neben den Panzerhaubitzen geht es dabei auch um den Kauf von Leopard-2-Panzern, die KMW im Jahr 2003 für 1,7 Milliarden Euro an Griechenland verkauft hatte. Im Zusammenhang mit diesem Geschäft waren im vergangenen Jahr auf Bitte der Athener Staatsanwaltschaft auch Geschäftsräume der Münchner KMW-Zentrale durchsucht worden. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft dauern aber noch an. Ob und wann Anklage erhoben wird, ist noch unklar.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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