Kreditaufkauf
Selbstverpflichtung versus Gesetz

Für eine Selbstverpflichtung zu mehr Transparenz beim Kreditverkauf plädiert die Bundesvereinigung Kreditankauf und Servicing ein Zusammmenschluss von Ankäufern und Abwicklern fauler Kredite. Das Finanzministerium prüft dagegen ein entsprechenendes Gesetz. Was aber ist sinnvoller?

sos FRANKFURT. Sie unterstützt damit Vorschläge von Bundesbankpräsident Franz Zeitler. Zeitler-Christoph hatte kürzlich angeregt, dass die Institute Kunden schon vor Abschluss eines Kreditvertrags darüber informieren sollten, dass der Kredit an einen Dritten weiter verkauft werden könnte, spätestens aber bei Abtretung des Portfolios. Zudem sollten die Institute verschiedene Vertragsvarianten anbieten, etwa mit Abtretungsausschluss. Dazu sollten sich die Institute freiwillig verpflichten. Verkäufe ganzer Kreditportfolien an Dritte hatten in den vergangenen Monaten Proteste empörter Kunden ausgelöst und das Finanzministerium auf den Plan gerufen. Das prüft jetzt entsprechende Gesetze.

Einer gesetzlichen Regelung will der BKS mit Selbstverpflichtung entgehen, mutmaßen Kritiker. "Eine Selbstverpflichtung können Verbraucher nicht vor Gericht einklagen, da fehlt die Rechtssicherheit", moniert indes Frank Pauli, -Christian Finanzexperte bei der Verbraucherzentrale Bundesverband. Kreditnehmer hatten von teils rüden Methoden der neuen Gläubiger berichtet und sich über zu rasche Zwangsvollstreckungen beklagt. Gesetze fordert auch die Interessengemeinschaft der Bank- und Sparkassenkunden, bei der sich über 1 000 Betroffene gemeldet haben. "Dieselben Leute der BKS, die jetzt eine Selbstverpflichtung fordern, bombardieren Schuldner seit Monaten mit Briefen und fragen nach dem Wert der Haustiere", schimpft die Vorsitzende Kathy Thedens. Da müsse der Gesetzgeber helfen.

Bei den Banken kann man die Aufregung um Selbstverpflichtung oder Gesetz nicht verstehen. Neu seien die Vorschläge nicht, entsprechende Angebote habe der ZKA dem Finanzausschuss schon im September unterbreitet. Und neue Kreditverträge seien oft schon entsprechend gefasst, hieß es bei den Verbänden.

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