Kreditinstitut hat bereits gezahlt
Kunde der Deutschen Bank erhält 111 200 Euro Schadensersatz

Die Deutsche Bank hat einem Kunden nach Angaben dessen Anwalts wegen fehlerhafter Anlageberatung Schadenersatz in Höhe von 111 200 Euro gezahlt.

HB FRANKFURT. Deutschlands größte Bank habe die im Rahmen eines Vergleichs zu Stande gekommene Summe mittlerweile beglichen und damit einen Rechtsstreit abgewendet, sagte Rechtsanwalt Franz Braun von der Kanzlei Rotter Rechtsanwälte am Freitag. Der Vergleich sei bereits Mitte Februar geschlossen worden. Die Klage seines Mandanten habe ursprünglich auf 380 000 Euro Schadensersatz gelautet, ergänzte der Anwalt.

Gegenstand der Klage sei eine fehlerhafte Beratung der Deutschen Bank gewesen. So habe der Kunde eine risikoarme Anlage in solide Werte gewünscht. Sein Geld sei aber fast ausschließlich in den Neuen Markt geflossen. Dabei habe die Bank keinen Hinweis gegeben, dass das Risiko hier viel höher als bei Aktienanlagen in Standardwerte sei, fügte der Anwalt hinzu. Es habe auch keine Maßnahmen gegeben, um Verluste zu begrenzen.

Der Neue Markt hatte den Anlegern in den späten neunziger Jahren lange hohe Renditen beschert, bis ab März 2000 die Kurse teilweise um fast 100 Prozent einbrachen und die Deutsche Börse das Segment schließlich einstellte.

Die Deutsche Bank sprach von einem Einzelfall. Da die geforderte Summe aber wesentlich höher als die Vergleichszahlung gelegen habe, werde deutlich, dass das Gericht nicht die ausschließliche Schuld bei der Bank sehe, sagte ein Sprecher. Das Gericht habe auch festgestellt, dass der Kunde keineswegs wertpapierunerfahren gewesen sei.

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