Krise stellt RWE-PR-Abteilung vor große Herausforderungen
Stromausfall kratzt am Image

250 000 Einwohner sitzen in Kälte und Dunkelheit, mehrere Gemeinden müssen über Tage hinweg auf Strom verzichten. Das Beispiel RWE im Schneechaos zeigt: Krisen stellen PR-Abteilungen vor große Herausforderungen.

HB DÜSSELDORF. 250 000 Einwohner sitzen in Kälte und Dunkelheit, mehrere Gemeinden müssen über Tage hinweg auf Strom verzichten. Das Schneechaos im Münsterland bereitet zuerst den Technikern von RWE Kopfzerbrechen, dann aber auch der Kommunikationsabteilung: Forderungen nach Schadensersatz werden lauter – und die Schuldfrage. Das Schneechaos kratzt am Image des Konzerns.

Krisen – Naturkatastrophen oder Unglücksfälle – sind für PR-Abteilungen von Unternehmen Extremsituationen. Binnen kurzer Zeit müssen die richtigen Informationen an die Öffentlichkeit gegeben werden, um Kritik abzuwenden und die Glaubwürdigkeit des Unternehmens zu sichern. Doch das gelingt den Firmen nicht immer.

Beispiel Schneechaos: Stehen in den ersten Tagen noch die Aufbauarbeiten im Vordergrund, äußern sich schon bald Verbraucherschützer, Unternehmer und Landwirte. Sie fordern Schadensersatz, spekulieren offen über Mängel an den Strommasten. RWE weist zunächst die Schadensersatzansprüche zurück und kommt den Geschädigten erst am sechsten Tag der Krise mit einem freiwilligen Härtefallfonds entgegen. Am selben Tag äußert sich erstmals ein Mitglied des Konzernvorstands – zuerst hat der Konzern die Information der Öffentlichkeit der Führung des Regionalversorgers Westfalen-Weser-Ems überlassen. Am Wochenende räumte RWE erstmals Probleme mit alten Strommasten ein.

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