Kweku Adoboli
Ex-UBS-Händler muss in U-Haft bleiben

Der für einen Milliardenverlust bei der mutmaßlich verantwortliche UBS-Händler Kweku Adoboli muss weiter im Gefängnis bleiben. Ein Londoner Gericht verlängerte am Dienstag seine Untersuchungshaft bis zum 20. Dezember.
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LondonDer 31 Jahre Mann, der im September verhaftet worden war, muss mit einer Anklage wegen Betrug in zwei Fällen sowie Urkundenfälschung rechnen. Vor Gericht äußerte sich Adoboli wie schon früher nicht zu den Vorwürfen. Er bestätigte lediglich seine Identität.

Bei der Schweizer Großbank UBS hatte er im Rang eines Direktors im Handel mit Exchange Traded Funds (ETF) gearbeitet. Wie es genau zu dem von UBS zuletzt mit 1,85 Milliarden Franken (1,45 Milliarden Euro) bezifferten Verlust kam und warum die UBS-Kontrollsysteme in diesem Fall versagten, ist noch nicht klar. Die Ermittlungsbehörden wie auch die Bankenaufsicht untersuchen den Fall noch.

UBS selbst kann nach eigenen Angaben mit Rücksicht auf die amtlichen Ermittlungen die Ergebnisse einer internen Untersuchung nicht veröffentlichen. Personelle Konsequenzen hatte der Fall bereits: UBS-Konzernchef Oswald Grübel trat Ende September zurück und in London mussten führende Investmentbanker der UBS ihren Hut nehmen. Bei einem früheren Gerichtstermin hatte Adoboli durch seinen Anwalt erklären lassen, er könne nicht in Worte fassen, wie sehr er bedauere, was passiert sei. Er stehe den Folgen seiner Fehlkalkulationen fassungslos gegenüber.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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