LA Clippers
Ballmer gewinnt Milliardenschlacht um NBA-Team

Zwei Milliarden Dollar für ein Basketball-Team. Der Ex-Microsoft-Chef Steve Ballmer hat die Bieterschlacht um die LA Clippers für sich entschieden. Die Eigentümer und der Verband NBA müssen dem Geschäft noch zustimmen.
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Los AngelesDer Ex-Microsoft-Chef und Hobby-Basketballer Steve Ballmer hat sich beim milliardenschweren Bieterwettkampf um das NBA-Team der LA Clippers durchgesetzt. Dafür legt er einem Anwalt des jetzigen Besitzers zufolge die Rekordsumme von zwei Milliarden Dollar auf den Tisch. Ballmer stach damit auch ein Bieterkonsortium aus, zu dem Talk-Show-Moderatorin Oprah Winfrey und Oracle-Chef Larry Ellison gehörten, erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters von einer mit dem Vorgang vertrauten Person. Damit kommt der bisherige Besitzer der Clippers, die Familie des Immobilienmoguls Donald Sterling, einem drohenden Zwangsverkauf zuvor. Der Unternehmer, der die Mannschaft 1981 für 12,5 Millionen Dollar gekauft hatte, war vor kurzem wegen rassistischer Bemerkungen lebenslang von der NBA ausgeschlossen worden. Die Eigentümer-Versammlung des Verbandes kann Besitzer zudem dazu zwingen, ihre Mannschaften zu verkaufen.

Die National Basketball Association (NBA) muss dem Geschäft noch zustimmen, nahm zunächst aber nicht Stellung. Ballmer sagte, er sei geehrt. „Ich liebe Basketball.“ Der ehemalige Microsoft-Chef war im vergangenen Jahr mit dem Versuch gescheitert, den kalifornischen Basketballclub Sacramento Kings zu kaufen. Die Summe von zwei Milliarden Dollar, die Ballmer nun für die LA Clippers zahlt, ist die höchste, die jemals für ein NBA-Team gezahlt wurde. Noch teurer war im US-Sport nur die Baseball-Mannschaft der Los Angeles Dodgers 2012 mit einem Preis von 2,15 Milliarden Dollar.

Ballmer war bei Microsoft im Februar vom Platz gegangen. Der 58-Jährige hält weiter etwa vier Prozent der Aktien des Software-Unternehmens, ein Anteil mit einem Wert von 13,4 Milliarden Dollar. Der hünenhafte Manager spielte bis vor wenigen Jahren selbst noch regelmäßig mit Kollegen Basketball in einer öffentlichen Halle. Microsoft-Mitgründer Paul Allen berichtete in seinen Memoiren, Ballmer habe ihn in früheren Jahren auf Geschäftsreisen um sieben Uhr früh mit seinen Liegestützen im gemeinsamen Hotelzimmer geweckt.

Sterling hatte im vergangenen Monat in den USA einen Skandal ausgelöst: Auf der Prominenten-Website TMZ.com waren Aufzeichnungen eines Gesprächs veröffentlicht worden, in dem Sterling rassistische Bemerkungen gemacht hatte. Sterling hat angekündigt, sich gegen seine lebenslange Sperre wehren zu wollen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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