Landesbanken
Baldiger LBBW-Chef bleibt vorerst in Berlin

Der Vorstandsvorsitzende der Landesbank Berlin (LBB), Hans-Jörg Vetter, wird wohl erst in rund vier Wochen auf den Chefposten der Stuttgarter LBBW wechseln. Bis Juni bleibt er seinem aktuellen Arbeitgeber treu.

HB BERLIN. „Ich selbst werde meine Aufgaben in der LBB aus heutiger Sicht bis zur Hauptversammlung Anfang Juni wahrnehmen“, schrieb Vetter in einem Brief an die Mitarbeiter. Das Aktionärstreffen findet am 9. Juni statt. Ein Sprecher des Berliner Konzerns sagte am Montag, der Termin für Vetters Abschied sei noch offen. Der Sparkassendachverband DSGV, dem fast 100 Prozent der Landesbank Berlin gehören, äußerte sich nicht dazu.

Die Eigentümerversammlung der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) hatte sich am Freitag für Vetter als Nachfolger von Siegfried Jaschinski ausgesprochen. Vor allem die FDP hatte auf die Ablösung Jaschinskis an der Spitze von Deutschlands größter Landesbank gepocht und damit den größeren Koalitionspartner CDU unter Druck gesetzt.

Vetter hatte die ehemalige Bankgesellschaft nach ihrem Immobilienskandal wieder auf Kurs gebracht und kehrt Berlin nach rund siebeneinhalb Jahren nun den Rücken. „Es war die schönste Zeit in meinem beruflichen Leben“, schrieb Vetter an die Mitarbeiter und warb um Verständnis für seinen Wechsel. In Finanzkreisen gilt es als unwahrscheinlich, dass einer der fünf übrigen LBB-Vorstandsmitglieder Vetter beerbt. „Die Schuhe sind für alle zu groß“, sagte eine Person aus dem Umfeld des Unternehmens.

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