Larry Page und Mark Zuckerberg: Das Duell der Gründer

Larry Page und Mark Zuckerberg
Das Duell der Gründer

Der Google-Erfinder leitet den Konzern wieder selbst – wie Vorbild Mark Zuckerberg von Facebook. Erst 2001 musste Page den Chefsessel des Internetkonzerns räumen, denn er war den Investoren nicht erfahren genug. Nun kann er sich dem Showdown der Giganten stellen.

SAN FRANCISCO. Jeder Gründer will das Gesicht seines Produkts seins. Wer an Apple denkt, der denkt an Steve Jobs, wer Facebook vor sich sieht, sieht Mark Zuckerberg. Wer über Google sinniert, der denkt an - Eric Schmidt.

Larry Page dürfte das wohl ziemlich wurmen. Er hat Google zwar gegründet, doch Stimme und Gesicht des heute weltgrößten Internetkonzerns ist der 55-jährige Vorstandschef Eric Schmidt. Noch.

Anfang April holt sich Page seinen Posten zurück. Schon einmal saß er auf dem Chefsessel, den er 2001 für Schmidt räumen musste. Die Investoren verlangten damals nach einem erfahrenen Unternehmenslenker.

Doch Page will es jetzt noch einmal wissen. 2011 könnte das entscheidende Jahr im Kampf um die Vorherrschaft im Netz werden: Der Suchmaschinen-Riese Google sieht sich durch das soziale Netzwerk Facebook herausgefordert. Und an dessen Spitze steht immer noch der Gründer Mark Zuckerberg.

Wenn es in diesem Jahr zum erwarteten Showdown der Giganten im Internet kommt, werden zwei Gegner aufeinandertreffen, wie sie unterschiedlicher kaum sein könnten.

Auf der einen Seite der arrivierte Ingenieur Lawrence Edward Page, geboren 1973 in Michigan, der Vater Informatik-Professor, die Mutter Programmiererin. Er selbst hat seinen Master in Informatik in Stanford gemacht. Sein älterer Bruder verkaufte sein IT-Unternehmen für 400 Millionen Dollar an Yahoo. Page ist das, was man im freundlichen Sinne einen "Nerd" nennt: Besessen von Informationstechnik und Computern. Dabei ist er still, schüchtern, publikumsscheu. Eloquent, redegewandt und konziliant im Umgang mit Politikern und Managern - all diese Eigenschaften treffen auf den 37-jährigen Google-Mitgründer Page im Gegensatz zum aktuellen Chef Schmidt nicht zu. All die Jahre hat er im Stillen bei Google die Arbeit gemacht, die Produktentwicklung lastete auf ihm, für den alles auf der Welt mit dem passenden Algorithmus zu lösen ist.

Auf der anderen Seite steht Mark Elliot Zuckerberg. Geboren 1984 im Bundesstaat White Plains in New York, gehört er zur letzten Generation, die noch bewusst einen Alltag ohne Internet erlebt hat. Sein Vater war Zahnarzt, die Mutter Psychologin, studiert hat er in Harvard, die Universität aber 2006 ohne Abschluss verlassen. Der Mann mit dem Gesicht eines Milchbubis und dem verschmitzten Lachen gilt als arrogant und kokettiert gerne mit seiner scheinbaren Unreife, etwa wenn er mit Latschen an den Füßen zu Besprechungen oder Interviews erscheint. Er erklärt die Welt nicht wie Google mit Zahlen, er baut auf die unbändige Kraft der sozialen Kontakte als Grundlage für sein Geschäft.

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