Le Huffington Post: Frankreichs verhinderte First Lady startet neu

Le Huffington Post
Frankreichs verhinderte First Lady startet neu

Vor einem Jahr sah es so aus, als ob Anne Sinclair mit Ehemann Dominique Strauss-Kahn in den Elysée-Palast einziehen würde. Doch der Zimmermädchen-Skandal machte das zunichte. Nun hat sie ein neues spannendes Projekt.
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Düsseldorf/ParisIm vergangenen Jahr war Anne Sinclair in der öffentlichen Wahrnehmung auf eine Rolle reduziert: die der Ehefrau von Dominique Strass-Kahn, die treu zu ihrem Mann hielt, obwohl dieser sie mit dem Zimmermädchen eines New Yorker Hotels betrogen hatte, das ihn anschließend mit Vergewaltigungsvorwürfen konfrontierte.

Obwohl DSK, wie ihn seit der Affäre alle Welt nennt, von der US-Justiz nicht verurteilt wurde, stürzte er als Chef des Internationalen Währungsfonds (IWF) und machte seine Chancen auf eine Präsidentschaftskandidatur in Frankreich zunichte. Für ihn, der als klarer Favorit für das höchste Staatsamt gegolten hatte, ein tiefer Fall - für seine Frau ein beispielloser Spießrutenlauf. In der Öffentlichkeit hielt sie zu ihm, begleitete ihn zu den Gerichtsverhandlungen, trotz aller Anschuldigungen, die auch von anderen Frauen gegen ihn erhoben wurden. Und das obwohl nicht sie finanziell von ihm abhängt, sondern eher er von ihr, die als Enkelin des erfolgreichen Galeristen und Kunsthändlers Paul Rosenberg mit Picassos Ziege spielte und ein Millionenvermögen erbte.

Jetzt will sich „Madame DSK“ emanzipieren und feiert als 63-Jährige ein Comeback als Journalistin: Sie ist die Chefin und das Gesicht von „Le Huffington Post“, der französischen Ausgabe der US-Online-Zeitung, die heute an den Start geht. Mit diesem Schritt will sie die dunkle Zeit hinter sich lassen und an eine glanzvolle berufliche Vergangenheit anknüpfen: Von 1984 bis 1997 moderierte sie die wöchentliche Politsendung „7/7“ auf TF 1 und avancierte zum Star von Frankreichs heute größtem privater TV-Sender. Sie verließ ihn mit einer Millionenabfindung und wendete sich dem Radio zu, als ihr Mann französischer Finanzminister wurde.

Der Wiedereinstieg jetzt ist bescheidener: Anne Sinclair hat in dem Gemeinschaftsunternehmen des Huffington-Post-Mutterkonzerns AOL, der französischen Tageszeitung „Le Monde“ und des Investmentbankers Matthieu Pigasse ein Team von nicht einmal zehn Journalisten um sich. Eine wichtige Aufgabe für sie wird es deshalb sein, profilierte Autoren für die Site zu gewinnen.

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Anne Sinclair benötigte psychologische Hilfe

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  • @audit
    Es ist genau anders herum: Strauss-Kahn wollte die Schuldenstaaten und die diese finanzierenden Banken retten, koste es was es wolle. Goldmann-Sachs hat DSK geliebt. Dass die Kosten real vom kleinen Mann getragen werden, hat DSK nicht gestört.

    Aber was soll's: DSK's Politik wird von seiner zufällig französischen Nachfolgerin fortgesetzt.

    Der kleine Mann hat nur einen echten Verbündeten: Ron Paul.

  • Mal so nebenbei:
    Was soll den die "Hilfe" eines Psychologen heißen?
    Das ist doch die Berufsgruppe, die wegen ihrer fehlschlüssigen Ausbildung SELBST auf Hilfe angewiesen ist (sofern sich nicht irgend jemand eben von dieser Ausbildung emanzipieren konnte und gesunden Menschenverstand benutzt)

    Deshalb sehe ich mal eher schwarz für die Dame. Dem Handelsblatt habe ich folgenden Link zu reichlich unabhängigem online - Journalismus zu verdanken:
    www.deutsche-mittelstands-nachrichten.de

    Aber auf das Handelsblatt kann und würde ich trotzdem nicht verzichten wollen.

    Was ich in Bezug auf Psychologen-Ausbildung meine: nur erweiterte Quantenphysik/Relativitätstheorie hilft weiter. Das neue Weltbild, ausgedrükct in der Formelschreibweise E = m (c)²
    Diese Formel ist von mir und wird auch von niemandem sonst wirklich in ihrem umfassenden Ausmaß verstanden, deshalb :

    Nur für den, der sich WIRKLICH interessiert:
    handelsblatt.com äth selbsthilfeprojektdeutschland.de

  • Deshalb hatte man Strauss-Kahn geschlachtet

    Wenn Strauss-Kahn in eine Falle getappt ist, dann wurde sie ihm wahrscheinlich von der im Schatten operierenden Koalition der westlichen Banker gestellt, von diesen nur sich selbst bedienenden Charakterschweinen, die es in den letzten zwei Jahrhunderten geschafft haben, den größten Teil der Menschheit in einem stets nur leicht variierten Zustand der Armut und der Verzweiflung zu halten.

    Strauss-Kahn wollte eine „rücksichtsvollere und gemäßigtere“ Gangart einschlagen, durch die ausländische Staatsführungen nicht länger gezwungen werden sollten, Staatsunternehmen zu privatisieren oder die Gewerkschaften zu entmachten.

    Natürlich wurden seine Vorhaben von den Bankern und Konzernherren, die vom IWF erwarten, dass er sie bei der fortschreitenden Plünderung der ganzen Welt unterstützt, nicht gern gesehen. Diese Leute sind der Meinung, dass die gegenwärtige IWF-Politik „gerade richtig“ ist, weil sie die Ergebnisse fördert, die sie anstreben – nämlich größere Profite für sie selbst und eine wachsende Armut für alle anderen.

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