Lebensmittel
Rudolf August Oetker feiert 90. Geburtstag

„Solange ich lebe, bleibt Oetker ein Familienunternehmen.“ An diesem Grundsatz hält Rudolf August Oetker, einer der größten deutschen Familienunternehmer in der Nachkriegszeit, stoisch fest.

dpa BIELEFELD. „Solange ich lebe, bleibt Oetker ein Familienunternehmen.“ An diesem Grundsatz hält Rudolf August Oetker, einer der größten deutschen Familienunternehmer in der Nachkriegszeit, stoisch fest.

Mit Gespür hat RAO, wie ihn Mitarbeiter nennen, in einem halben Jahrhundert den Bielefelder Backmittelhersteller zur weltweit operierenden Unternehmensgruppe mit einem Konzernumsatz von heute mehr als sieben Mrd. Euro ausgebaut.

Rund 98 Prozent aller Deutschen kennen den Namen Oetker und denken dabei zuerst an Pudding. Doch das Bielefelder Unternehmen produziert nicht nur Puddingpulver, Backmischungen und Pizzas. Oetker herrscht heute über Schiffsflotten, Brauereien, Sektkellereien sowie über eine Bank/Versicherung. Am 20. September feiert Rudolf August Oetker seinen 90. Geburtstag.

Der Enkel des Firmengründers und Apothekers August Oetker trat 1941, mit 25 Jahren, als Gründererbe in das Backmittelgeschäft seines Großvaters ein, das damals von Rudolf Augusts Stiefvater Richard Kaselowsky geleitet wurde. Als dieser mit einem Teil der Familie 1944 bei einem Bombenangriff starb, fiel die Alleinverantwortung an den gelernten Bankkaufmann Rudolf August.

„Man soll nicht alle Eier in einen Korb legen“, lautete das Credo des passionierten Antiquitätensammlers und Kunstliebhabers. Oetker, der aus drei Ehen acht Kinder hat, diversifizierte das Unternehmen, stieg in das Geschäft mit Tiefgekühltem und Eiscremes ein, wandelte stille Beteiligungen in Mehrheiten um und gab dem Nahrungsmittel- und Schifffahrtsimperium seine heutige Gestalt.

1981 zog sich der „Pudding-Papst“, der zu den reichsten Männern Deutschland gehört, mit 65 Jahren aus dem Tagesgeschäft zurück, während sein ältester Sohn August als persönlich haftender Gesellschafter die Leitung der Gruppe übernahm. „Bescheiden, feinsinnig und wohltuend normal“ sei Oetker, schrieb eine Zeitung einmal über ihn. Das passt zum Jubilar: Zu seinem Geburtstagsempfang hat er gebeten, von Reden und Geschenken abzusehen.

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