Lee Kun Hee
Ex-Chef von Samsung zu Bewährungsstrafe verurteilt

Der frühere Vorsitzende des südkoreanischen Mischkonzerns Samsung, Lee Kun Hee, ist wegen Steuerhinterziehung zu drei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt worden. Ein anderer Vorwurf wurde jedoch fallengelassen.

HB SEOUL. Das Bezirksgericht in Seoul verhängte am Mittwoch gegen den 66-Jährigen zudem eine Geldstrafe von 110 Mrd. Won (etwa 69,2 Mill. Euro). Lee wurde jedoch vom Vorwurf der Untreue freigesprochen. Er wurde beschuldigt, zweifelhafte Aktientransaktionen verantwortet zu haben, durch die er Mitte der 90er Jahre größere Machtbefugnisse an seinen Sohn übertragen konnte. Lee war nach der Anklageerhebung im April von seinem Posten als Vorsitzender des Konzerns, zu dem auch der weltgrößte Speicherchiphersteller Samsung Electronics gehört, zurückgetreten.

Ein Sonderstaatsanwalt hatte sieben Jahre Haft gefordert. Lee wurde neben dem Vorwurf der Untreue beschuldigt, über verdeckte Konten Aktiengeschäfte getätigt haben. Daraus erzielte Gewinne wurden demnach nicht versteuert. Der Vorwurf, wonach Samsung aus schwarzen Kassen regelmäßig Staatsbeamte bestochen haben soll, wurde jedoch aus Beweismangel fallengelassen.

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