Len Blawatnik
Ölmilliardär steigt bei Air Berlin ein

Len Blawatnik steuert ein Firmenimperium. Sein Einstieg bei Air Berlin ist nicht sein einziges Engagement in der Tourismusbranche. Der gebürtige Russe hat sich schon in viele Luxushotels eingekauft. Außerdem hat er eine Vorliebe für Wohnungen mit Blick auf den New Yorker Central Park.

BERLIN. Nach dem Einstieg des russischen Stahlmagnaten Alexej Mordaschow beim deutschen Reiseriesen Tui engagiert sich nun auch der russisch-stämmige Milliardär Leonid Blawatnik in der deutschen Reiseindustrie: Blawatnik steigt mit 18,6 Prozent bei der zweitgrößten deutschen Fluggesellschaft Air Berlin ein.

Blawatnik, der in die USA auswanderte und seinen Vornamen Leonid gegen Leonard oder kurz Len eintauschte, hat eine Vorliebe für Wohnungen an Prestige-Adressen in Moskau, London und New York, insbesondere mit Blick auf den Central Park.

Außerdem kauft er sich bei Luxushotels ein. Neben dem Grand-Hotel du Cap-Ferrat an der Cote d ?Azur sowie dem Hotel Vendome im Herzen von Paris erwarb er für 60 Millionen Dollar die obersten drei Geschosse des Nobelhotels The Mark am Central Park in New York. Hinzu kommen Herbergen in Südamerika und eine Villa in den Kensington Palace Gardens in London. Diese schnappte er für 41 Millionen Pfund dem russischen Milliardär Roman Abramowitsch und dem indischen Stahlunternehmer Lakshmi Mittal weg.

Geld für diese Käufe hat Blawatnik, der bei seinen Auftritten kühl und kalkulierend wirkt, reichlich: Im vergangenen Dezember verkaufte er für 1,3 Milliarden Dollar seine Sperrminorität am russischen Telekomkonzern Swjasinvest. Insgesamt führt das US-Magazin "Forbes" Len Blawatnik auf Platz 113 der reichsten Menschen der Erde. Geschätztes Vermögen: acht Milliarden Dollar.

Blawatnik, 1957 geboren, begann schon in jungen Jahren, sich sein Vermögen in den USA aufzubauen. Er wandert 1978 mit seiner jüdischen Familie aus der Sowjetunion nach Amerika aus. Drei Jahre später bekommt er die US-Staatsbürgerschaft sowie Studienplätze an den Eliteuniversitäten Columbia und Harvard Business School.

Er gründet bereits 1986 seine eigene Investmentfirma Access Industries. Das Geld für die Investitionen verdient der heute 50-Jährige als Manager bei Arthur Andersen und im New Yorker Großkaufhaus Macy?s.

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