Liebe zum Kricket: Anshu Jain sorgt für Kopfschütteln

Liebe zum Kricket
Anshu Jain sorgt für Kopfschütteln

Anshu Jain ist der Top-Kandidat für die Nachfolge von Josef Ackermann auf dem Chefposten der Deutschen Bank. Doch der Inder muss sich auch mit den deutschen Befindlichkeiten arrangieren. Das fällt ihm nicht leicht.
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Die Rolle des Favoriten ist oft eine Bürde. Der Druck zu siegen ist verdammt hoch, die Gefahr zu verlieren noch höher. Anshu Jain kennt dieses Gefühl. Der Top-Investmentbanker der Deutschen Bank gilt als einer der Favoriten für die Nachfolge von Vorstandschef Josef Ackermann, wenn nicht gar als der Favorit. Doch es gibt auch solche, die an ihm zweifeln. Ihr Kritikpunkt: Muss Jain, der in London lebende Inder, in dieser exponierten Rolle nicht die deutsche Sprache beherrschen und Befindlichkeiten in Deutschland genau kennen?

Beinahe so, als wollte er seinen Kritikern recht geben, hat der Favorit nun einen Namensbeitrag in dem US-Magazin "Newsweek" verfasst. Darin geht es nicht um Langweiliges wie Bankenregulierung oder Renditeziele, sondern ausgerechnet um eine Sportart, die hierzulande kaum bekannt ist. "Kricket, geliebtes Kricket" lautet der Titel des Artikels, der wenige Tage vor Beginn der Kricket-Weltmeisterschaft erscheint.

Mit deutscher Kultur hat dieser vor allem in früheren britischen Kolonien wie Indien sehr beliebte Mannschaftssport eher wenig zu tun. "Das hat schon für Kopfschütteln gesorgt", sagt prompt ein Teamkollege von Jain - einer aus der Bank wohlgemerkt, nicht einer vom Spielfeld.

Da ist sie also wieder, die Last eines Favoriten. Dabei offenbart Jain in dem Gastbeitrag nur seine vermutlich größte Leidenschaft neben so spannenden Beschäftigungen wie der Entwicklung neuer Investmentprodukte und dem Einfädeln großer Fusionen. Der Inder gilt als sehr guter Kricket-Spieler und ist Mitglied der Deutsche-Bank-Mannschaft in London.

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