Linde-Chef
Reitzle wehrt sich juristisch

Pikante Situation für einen von Deutschlands führenden Managern: Wolfgang Reitzle soll einen Immobilienmakler zu illegalen Geschäften verführt haben. Reitzle selbst geht nun in die Offensive.

cha Linde-Chef Wolfgang Reitzle wehrt sich gegen Vorwürfe, er habe beim Umzug der Linde AG von Wiesbaden nach München private und geschäftliche Belange vermischt. Nach Angaben eines Unternehmenssprechers wird Reitzle juristisch gegen einen Münchener Immobilienmakler vorgehen. Der hatte behauptet, Reitzle habe ihn aufgefordert, eine fast acht Mill. Euro teure Villa im Nobelviertel Bogenhausen um 2,8 Mill. Euro billiger erscheinen zu lassen. Der Makler könne sich das Geld dann durch die Baubetreuung der neuen Linde-Konzernzentrale wieder hereinholen. Der Makler hatte die Vorwürfe nicht nur dem Magazin „Spiegel“, sondern auch der Staatsanwaltschaft München zugespielt. Laut Linde AG sind die Vorwürfe haltlos, dies habe die Einsicht in die Akten ergeben. Vor Wochen war der Linde-Chef als Nachfolger des scheidenden Siemens-Chefs Klaus Kleinfeld gehandelt worden.

Unangenehm für Reitzle: Gestern wurde bekannt, dass er mit dem Verkauf eigener Aktien rund 1,3 Mill. Euro zusätzlich eingesammelt hat. Der Linde-Vorstandschef gilt als einer der höchstdotierten deutschen Manager, voriges Jahr verdiente er inklusive Optionen rund 7,4 Mill. Euro.

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