Löschtechnik
Schlaue Spezial-Sprinkler

Die Branche der Hersteller von Sprinkleranlagen und Brandmeldetechnik befindet sich im Aufwind. Der Markt ist hart umkämpft und so setzen die Hersteller von Löschtechnik immer stärker auf Innovationen. Vor allem Gas-Systeme zum Löschen von Bränden sind auf dem Vormarsch.

BREMEN. Es war einer der größten Feuerwehreinsätze in der Berliner Nachkriegsgeschichte: Im April 2005 brannten in Schmöckwitz 20 000 Kubikmeter LKW-Altreifen auf einer Fläche von zehntausend Quadratmetern. Über 1 300 Einsatzkräfte kämpften tagelang mit versteckten Glutnestern, bis sie den Brand unter Kontrolle hatten.

Nach der Berliner Katastrophe verzeichneten die Hersteller von Löschanlagen eine gesteigerte Nachfrage nach ihren Produkten. Der Sprinkleranlagen-Anbieter IBS Industrie-, Brandschutz & Sicherheit GmbH aus Wadern im Schwarzwald nahm sich den Reifen-Lagern an. Der Mittelständler baute eine neuartige Löschanlage für Lager mit stehenden Reifen in 8,50 Meter Lagerhöhe. "Wir sind das erste Unternehmen, das ein für diesen Spezialfall zertifiziertes System anbieten kann", berichtet Mark Müller, Leiter des technischen Büros bei IBS.

Die Branche der Anbieter von Löschsystemen lebt von solchen Sonderanfertigungen und neuen Ideen, die sich nach den Sonderwünschen von Kunden richten. "Die Sprinklertechnik ist seit nahezu hundert Jahren bewährt und ausgereift", sagt Stefan Merkel von der technischen Prüfstelle VdS. "Neue Löschkonzepte sind meist auf ganz bestimmte Objekte zugeschnitten." Vom Fettbrand in der Friteuse bis zum Schutz von EDV-Anlagen oder wertvollen Kunstwerken - jeder Brandschutz braucht seine eigene Installation.

So spürt die Branche der Hersteller von Sprinkleranlagen und Brandmeldetechnik deutlichen Aufwind. War der Markt in den vergangenen Jahren vor allem durch steigende Anforderungen der Versicherungen geprägt, verlangen jetzt viele Kunden nach neuer Technik. Im ersten Halbjahr des vergangenen Jahres installierten die Anbieter in Deutschland 1,07 Mill. Sprinklerköpfe. Dieses Jahr waren es 1,26, belegen Zahlen des Bundesverbands Technischer Brandschutz (BVFA). Das ist ein Plus von 17,6 Prozent. "Das Wachstum hat mit den steigenden Kunststoffanteilen in Lagergütern sowie den erhöhten Anforderungen der Versicherungen nach den Terroranschlägen zu tun", urteilt Mark Müller vom Hersteller IBS.

Der Markt ist hart umkämpft: Der Preis pro Sprinkler beträgt 150 bis 200 Euro und hat sich seit Jahrzehnten kaum verändert. Anbieter greifen deshalb heute gern aktuelle Marktthemen auf, um bei Kunden mit besonderen Löschlösungen zu punkten: Ein Thema ist die Schadensbegrenzung, denn Wasser löscht nicht nur Flammen, sondern zerstört oft auch ganze Büros. Als Alternative ist deshalb das Löschen mit Gas, meist Kohlendioxid, im Gespräch.

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