Logistik-Konzern
Vom Paketverlader zum UPS-Chef

Der Paketdienst UPS hatte zuletzt mit Gewinnrückgängen zu kämpfen. Nun bekommt der Branchenprimus einen neuen Chef. Der 58-jährige David Abney löst Scott Davis als Firmenchef ab – und hat jede Menge Arbeit vor sich.
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DüsseldorfStabswechsel an der Spitze des weltgrößten Paketdienstes UPS: Neuer Chef des US-Konzerns soll der 58-jährige David Abney werden. Er soll ab September Scott Davis als Vorstandsvorsitzenden ablösen, teilte UPS am Freitag mit. Der 62-jährige Davis führte das Unternehmen seit 2008, das in seiner Amtszeit weiter expandierte. Davis konnte aber auch die angestrebte Übernahme des niederländischen Rivalen TNT nicht umsetzen, mit der er der Deutschen Post und ihrer Tochter DHL in Europa verstärkt Konkurrenz machen wollte. Der Milliarden-Zukauf scheiterte am Widerstand der EU-Wettbewerbshüter.

Abney hatte seine Karriere bei UPS 1974 als Teilzeitkraft begonnen. Er verlud anfangs Pakete und arbeitete sich nach einem betriebswirtschaftlichen Studium schließlich bis zur Vorstandsetage hoch. „Das Unternehmen hat mir viele Möglichkeiten eröffnet“, erklärte Abney. Der Manager war bislang im Vorstand für das operative Geschäft und damit auch für das weltweite UPS-Transportnetz zuständig. Er wird der elfte UPS-Chef in der 107-jährigen Geschichte des Traditionskonzerns.

Der Branchenprimus hatte zuletzt mit Gewinnrückgängen zu kämpfen. Beim Umsatz konnte der Konzern zulegen - auch er profitierte etwa in seinem Heimatmarkt vom boomenden Online-Handel. Logistikkonzerne wie UPS, FedEx oder die Deutsche Post liefern die Waren aus, die die Verbraucher bei Internet-Diensten wie Amazon ordern. Sie gelten deswegen auch als Konjunkturbarometer.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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