Louis-Vuitton-Chef
Brüssel sieht Arnault nicht diskriminiert

Ob Louis-Vuitton-Chef Arnault nach Belgien zieht oder nicht - die EU-Kommission mischt sich nicht in die Debatte ein. Multimilliardär Arnault werden steuerliche Motive nachgesagt. Steuern sind aber Sache der EU-Mitgliedsstaaten.
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BrüsselDie EU-Kommission will sich nicht in die Debatte um den belgischen Wohnsitz des reichsten Mannes Frankreichs, Bernard Arnault, einmischen. Der für Steuern verantwortliche Kommissar Algirdas Semeta sagte am Montag in Brüssel, seine Behörde habe die entsprechenden belgischen Gesetze überprüft. „Sie behandeln alle Personen gleich, ob nun Belgier oder Ausländer.“ Eine Diskriminierung sei deshalb nicht zu erkennen.

Arnault, Chef des weltgrößten Luxusgüterkonzerns Louis Vuitton Moët Hennessy (LVMH), will nach früheren Medienberichten Belgier werden. Laut Konzern will der Unternehmer aber weiter Steuern in Frankreich zahlen. Dem Multimilliardär werden dennoch steuerliche Motive nachgesagt, weil die sozialistische Regierung in Paris eine 75-Prozent-Abgabe auf Jahreseinkommen von mehr als einer Million Euro einführen will.

Steuervorschriften sind in der EU grundsätzlich Angelegenheit der Mitgliedstaaten.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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