Ludwig Poullain ist tot „Er hat für seine Überzeugungen gelebt“

Ludwig Poullain, einer der einflussreichsten Manager der deutschen Bankenlandschaft, ist im Alter von 95 Jahren gestorben. Poullain war der erste Vorstandsvorsitzende und Mitbegründer der Westdeutschen Landesbank.
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Der erste WestLB-Chef starb im Alter von 95 Jahren. Quelle: dpa
Ludwig Poullain

Der erste WestLB-Chef starb im Alter von 95 Jahren.

(Foto: dpa)

Münster/DüsseldorfDer erste Vorstandsvorsitzende der Westdeutschen Landesbank (WestLB), Ludwig Poullain, ist tot. Er sei am Dienstag im Alter von 95 Jahren in seinem Haus in Münster gestorben, bestätigte sein Sohn der Deutschen Presse-Agentur.

Poullain gehörte in den 1970er Jahren zu den einflussreichsten Managern im deutschen Geldgewerbe. 1969 rückte er an die Spitze der WestLB, die er zuvor durch eine Fusion selbst mitbegründet hatte. In den Folgejahren baute er die Gruppe zum größten öffentlich-rechtlichen Kreditinstitut in Deutschland aus. 1977 trat Poullain von der Spitze der Landesbank zurück, nachdem ein lukrativer Beratervertrag mit einem Finanzmakler bekanntgeworden war.

„Ludwig Poullain gehörte zu den markanten Führungspersönlichkeiten des deutschen Kreditwesens. Er hat durch sein Wirken Ende der 60er Jahre vor allem die Entwicklung der Sparkassen zu marktorientierten Kreditinstituten wesentlich vorangetrieben“, so der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands (DSGV), Georg Fahrenschon, in einer Pressemitteilung.

Auch in seinen letzten Lebensjahren habe Poullain sich eingemischt. „Ludwig Poullain hat für seine Überzeugungen gelebt und immer klar und deutlich Stellung bezogen“, sagte Fahrenschon. Poullain stand dem (DSGV) als ehrenamtlicher Präsident von 1967 bis 1972 vor.

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