Luftfahrtbranche
Attacke auf Alitalia

Heike Birlenbach führt von Mailand aus die neue italienische Lufthansa-Tochter. Die acht eigenen Flugzeuge fliegen nicht nur deutsche Ziele, sondern vor allem italienische und andere europäische Städte an. Die Frau an der Spitze, die die Italiener als "kämpferisch" beschreiben, weckt Neugierde.

MAILAND. Mit 18 Jahren besteigt Heike Birlenbach zum ersten Mal ein Flugzeug, um nach dem Abi ihren Job als Au-Pair-Mädchen in Kanada anzutreten. Seitdem lässt sie die Luftfahrt nicht mehr los. Seit März führt die 42-Jährige nun Lufthansas italienische Tochter "Lufthansa Italia", die Alitalia auf deren Heimatmarkt angreift. Acht eigene Flieger hat die neue Gesellschaft am Mailänder Flughafen Malpensa stationiert. Sie fliegen nicht nur deutsche Ziele, sondern vor allem italienische und andere europäische Städte an. Vor wenigen Tagen, passend zur Sommersaison, ist die "Lufthansa Italia" offiziell als italienische Gesellschaft eingetragen worden.

Damals in Kanada, da habe Birlenbach "die große, weite Welt kennengelernt", erinnert sie sich heute. Die Faszination des Fliegens, der Globalität, das alles habe damals angefangen. "Ich bin sehr behütet aufgewachsen. Ich gehörte nicht zu jenen Kindern, die mit ihren Eltern durch die Welt gejettet sind", erzählt sie. Doch das hat sie schnell nachgeholt: Nach drei Jahren bei dem Reiseveranstalter ITS wechselt sie 1990 zu Lufthansa, wo sie in verschiedenen Bereichen im In- und Ausland Verantwortung übernimmt und zuletzt als General Manager für das Produkt-Management in Frankfurt tätig war. Ihr BWL-Studium absolviert sie nebenher und setzt 2006 noch einen Master in Management an der kanadischen McGill-Universität drauf.

Heute tauft sie A319-Flugzeuge mit Namen wie "Bologna" und "Genova" und wird eingeladen, um anderen zu erzählen, wie sie den italienischen Markt erobern will. Wie vergangene Woche im Mailänder Hilton bei einer deutsch-italienischen Konferenz zum Luftfahrtmarkt. "Die meisten sind gekommen, um Heike Birlenbach mal live zu sehen", sagt ein Anwalt im Publikum. Die Frau an der Spitze, die die Italiener als "kämpferisch" beschreiben, weckt Neugierde.

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