Luis del Rivero
Bluffen bis zum bitteren Ende

Luis del Rivero steht das Wasser bis zum Halse. Er muss große Teile seines spanischen Bauriesen Sacyr verkaufen. Dennoch pokert er, wie es seine Art ist, unverdrossen weiter.

MADRID. Der Mann hat Chuzpe, kein Zweifel. Luis del Rivero, Präsident des spanischen Baugiganten Sacyr Vallehermoso, steht das Wasser bis zum Hals. Er hat in den letzten Jahren mit gewagten Übernahmen Schulden in Höhe von knapp 20 Milliarden Euro angehäuft. Und jetzt, in Zeiten der Finanzkrise, muss der 59-Jährige die besten Stücke seines Lebenswerks verkaufen.

Doch del Rivero verhandelt so hart mit potenziellen Interessenten, als könne er noch jede Menge Asse aus dem Ärmel zaubern.

Seinen Mautbetreiber Itínere bringt er nach wochenlangem Hin und Her bei einem Infrastrukturfonds der Citigroup unter die Haube. Für seine 20-prozentige Beteiligung am Ölkonzern Repsol will er das Doppelte des derzeitigen Börsenwerts. Angesichts dieser Dreistigkeit zogen sich alle vom Verhandlungstisch zurück – bis auf die russische Lukoil. Wahrscheinlich wird er nicht ganz den gewünschten Verkaufspreis erzielen, doch keiner wird ihm nachsagen können, dass er nicht hoch gepokert hat. Nicht umsonst gilt der gelernte Straßenbauingenieur als Fan von „Mus“, einem spanischen Kartenspiel, bei dem das Bluffen ähnlich wichtig ist wie beim Pokern.

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