Lydia Sommer
Siemens-Managerin wird Finanzchefin von SMA Solar

Die bisherige Siemens-Managerin Lydia Sommer wird ab 1. November neue Finanzchefin bei SMA Solar. Bislang leitet Unternehmenschef Pierre-Pascal Urbon auch das Finanzressort.
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FrankfurtDeutschlands größter Solarkonzern SMA Solar hat eine Finanzchefin gefunden und damit seinen Vorstand komplettiert. Die bisherige Siemens-Managerin Lydia Sommer werde das Amt zum 1. November übernehmen, teilte SMA Solar am Mittwoch mit. Bislang leitet Unternehmenschef Pierre-Pascal Urbon auch das Finanzressort.

Er will sich künftig auf seine Aufgaben als Vorstandssprecher und die Erschließung ausländischer Märkte konzentrieren. Der Vorstand wird nun von bisher vier wieder auf fünf Mitglieder erweitert. Bei Siemens war Sommer in verschiedenen Führungspositionen im Bereich Finanzen und Controlling im In- und Ausland tätig.

SMA Solar leidet wie andere Solarkonzerne unter den sinkenden Subventionen für die Branche in Europa. Für das Ende September abgelaufene dritte Quartal hatte SMA Solar zum Monatsende einem deutlichen Umsatz- und Gewinnrückgang in Aussicht gestellt. Der Umsatz werde zwischen 330 und 360 (Vorjahr: 477) Millionen Euro und das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) zwischen 20 bis 35 (75) Millionen Euro liegen, hatte es geheißen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Das Top-Management von SMA (d.h. der Vorstand) hat das unglaubliche Talent, mit wenigen falschen Worten zur falschen Zeit ein komplettes Desaster anzurichten. Am heutigen Tag wurden fast 20% der Aktien-Marktapitalisierung verbrannt. Die Aktionäre danken es!!!
    Dabei ist SMA gegenwärtig kerngesund, hat keine Schulden, sondern ein fettes Bankkonto, ist Weltmarktführer, verdient gutes Geld mit sehr guten Produkten und hat - last, but not least - einen hochmotivierten, hochqualifizierten und ausgesprochen loyalen Mitarbeiterstamm.
    Kaum ein anders deutsches Unternehmen kann so etwas von sich behaupten.
    Die Aussichten sind nicht (mehr) so rosig wie in den Boomjahren 2008 - 2010/11, aber diese muss man doch als Sonderkonjunktur ansehen, in der sehr viele fett abgesahnt haben, auch SMA. Nun wird es enger, und SMA hat gegenüber allen anderen Wettbewerbern die beste Position, siehe oben.
    Was aber fehlt, ist Professionalität, viele "Anfängerfehler" passieren, wie z.B. die aktuellen Hiobs-Meldungen. Durch das schnelle Wachstum der vergangenen Jahre fehlt Qualifikation im Management - diese ist allerdings nicht durch Zukauf von Managern aus anderen Firmen zu schaffen. Zu viele verschiedene Personen mit unterschiedlichster Herkunft und Kultur arbeiten gegeneinander.
    Es ist zu erwarten, dass in den kommendne Jahren so ziemlich alle Fehler gemacht werden (können), die andere Unternehmen dieser Größe schon hinter sich haben: Divisionalisierung, Ausgründen von GmbHs, Auslagerung an Dienstleister, Verlagerung nach China/Indien oder sonstwo, ...

  • Es mag nicht direkt zusammenhängen, aber Restrukturierung dort wird der allernächste Agendapunkt sein:
    http://www.n-tv.de/wirtschaft/SMA-Solar-Kurs-bricht-ein-article7515771.html

  • Nun hat sich das bewahrheitet, wovon viele gehofft haben, dass es nicht passiert.
    Ich nenne das einen gelungen Einstand für Frau Sommer, auch wenn in den Medien ihr Name bezüglich der Stellenkürzungen nicht genannt wird.
    Fakt ist aber, dass sie genau dafür bekannt ist.
    Man hat sich wohl erhofft, dass man ihr nichts ankreiden kann, da sie ja noch nicht im Amt ist, aber ihre Finger wird sie da trotzdem schon im Spiel haben.
    Wer weiß ob das nicht sogar Voraussetzung gewesen ist für ihren Einstieg bei SMA.

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