Macher der Marken
Ein Webstuhl als Vorbild für die Automobil-Produktion

Der Erfolg der japanischen Unternehmerfamilie Toyoda ist eng verknüpft mit zwei Ikonen verschiedener Epochen der Industrialisierung: dem Webstuhl und dem Auto.

DÜSSELDORF. Als 1867 der Zimmermannssohn Sakichi Toyoda in einer ländlichen Gegend nahe Nagoya geboren wurde und die Erfindung des Autos noch weit in der Zukunft lag, trat er in die Fußstapfen seines Vaters und erlernte dessen Beruf.

Das Wissen dieses Handwerks nutzte er, um sich der Konstruktion von Webstühlen zu widmen. 1890 erhielt er sein erstes Patent. Im Jahr darauf gründete er eine Maschinenwerkstatt in Tokio und fertigte dort manuelle Webstühle. 1897 erfand Sakichi Toyoda einen neuen motorgetriebenen Webstuhl aus Holz, betrieben mit einer Dampfmaschine.

Diese Erfindung machte ihn über Japan hinaus bekannt. Unermüdlich arbeitete Sakichi Toyoda nicht nur an der Verbesserung seiner Produkte, sondern auch an der Erweiterung seines Wissens um alle Aspekte des Unternehmertums. So reiste er 1910 in die USA, besuchte die Ford-Werke und war tief beeindruckt von Henry Fords Modell T und der damit verbundenen Herstellungstechnik.

Mitte der zwanziger Jahre gelang Sakichi Toyoda seine bedeutendste Erfindung. Er entwickelte einen automatischen Webstuhl, der stoppte, wenn ein Faden riss oder zu Ende verarbeitet war. Diese neuen Webstühle konnten immer gleiche Qualität erzeugen. Ihr Prinzip der autonomen Automation wurde zum wichtigen Bestandteil des später so berühmten Toyota-Fertigungssystems.

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