Machtvakuum
Reitzle gilt als Favorit für Telekom-Aufsichtsrat

Das Machtvakuum an der Spitze des Aufsichtsrats der Deutschen Telekom soll nach dem Rücktritt des langjährigen Aufsichtsratschefs Klaus Zumwinkel schnell gefüllt werden. Als Favorit auf den Posten des Chefkontrolleurs gilt Wolfgang Reitzle, Chef des Industriegaseherstellers Linde. Doch ob Reitzle den Chefposten erhält, ist offen.

DÜSSELDORF. .Am Wochenende wurde fieberhaft an einer Neubesetzung des Chefkontrolleurpostens gearbeitet. Wolfgang Reitzle, Chef des Industriegaseherstellers Linde, gilt als Favorit für den Posten des Chefkontrolleurs bei der Deutschen Telekom: "Reitzle hat die besten Chancen", hieß es in Kreisen des Aufsichtsrats.

Am Wochenende suchte Thomas Mirow, Staatssekretär im Bundesfinanzministerium, nach einer Lösung. Der SPD -Politiker ist stellvertretender Chef des Nominierungsausschusses. Der Bund ist mit 32 Prozent der größte Aktionär der Deutschen Telekom und spielt die Schlüsselrolle bei der Neubesetzung des Postens.

Linde-Chef Reitzle hat nach Angaben von Beteiligten größtes Interesse an der machtvollen Position. "Reitzle hat beim Finanzministerium um den Posten gebaggert wie ein Verrückter", heißt es in Aufsichtsratskreisen.

Ursprünglich sollte der neue Aufsichtsratsvorsitzende drei Kriterien erfüllen. "Erstens muss er eine Technologieaffinität besitzen, zweitens unternehmerischen Erfolg nachweisen und drittens ein Gegenpol zu Telekom -Chef René Obermann sein", hieß es in Kreisen des Gremiums am Wochenende. Davon kann bei Reitzle keine Rede sein. Denn der Linde-Chef und der Telekom -Vorstandsvorsitzende Obermann verstehen sich gut.

Ob Reitzle tatsächlich den Chefsessel erhält, ist jedoch offen. Eine Entscheidung über die Zumwinkel-Nachfolge steht erst in den nächsten Tagen an. Eine informelle Entscheidung soll rechtzeitig vor dem 27. Februar, der nächsten Telekom -Aufsichtsratssitzung, fallen.

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