Maersk Mc-Kinney Møller hat einen der größten Familienkonzerne Europas aufgebaut
Der verschwiegene Patriarch

Herr Møller kommt.“ Raunen geht durch die unscheinbare Halle am Hauptsitz des wohl unbekanntesten, aber doch größten nordeuropäischen Konzerns. „Herr Moeller“, oder „der Reeder“, wie ihn seine engsten Mitarbeiter nennen, erscheint fast täglich gegen halb neun in der Zentrale unweit des königlichen Schlosses in Kopenhagen.

STOCKHOLM. Dem hageren Mann mit tiefen Furchen im Gesicht sieht man das Alter nicht an. Wenn er, wie so oft, statt des Fahrstuhl die Treppe in den sechsten Stock bevorzugt, schaut so manch einer der jungdynamischen Manager ganz schön alt aus, wenn sie hinter ihrem 90-jährigen Boss hinterherschnaufen.

Herr Møller ist Steuermann und Haupteigentümer von Nordeuropas größtem Konzern, der A.P. Møller-Maersk AS. Der Welt größte Container-Reederei Maersk Sealand gehört zum unübersichtlichen Konglomerat aus mehr als 450 Tochtergesellschaften ebenso wie Öl-und Gas-Konzerne, eine Fluggesellschaft, Lebensmittelketten, Werften und Reedereien.

Soviel weiß man. Auch, dass er am kommenen Montag sein Amt als Aufsichtsratsvorsitzender an den deutlich jüngeren, bisherigen Chef der dänischen Bank Topdanmark, Michael Pram Rasmussen, 48, abgibt. Damit hat die Firmengruppe in ihrer 100-jährigen Geschichte nur zwei Aufsichtsratsvorsitzende gehabt. Dänemarks Politiker bezeichnen den kommenden Montag denn auch als einem „historischen Tag“.

Maersk Mc-Kinney Møller ist die graue Eminenz unter den Patriarchen in Nordeuropa. Nicht, dass man sonderlich viel über Ikeas Ingvar Kamprad oder den Industriellen Peter Wallenberg wüsste, doch im Vergleich zu Maersk Mc Kinney Møller gehören die beiden schon eher zur Kategorie Plaudertaschen.

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