Management-Guru Peters sieht vor allem zwei Manager-Typen am Werk
Macher ziehen Macher an

Sie haben Blut und Wasser geschwitzt, um eine 45-minütige Präsentation für Ihren Abteilungsleiter vorzubereiten. Ich wette fast darauf, dass er nach einem der folgenden Schemata reagiert.

Szenarium Nr. 1: „Wirklich eine interessante Analyse. Die Kollegen von der Marktforschung, insbesondere Sally Noch-Eine-Analyse, könnten Ihnen unter die Arme greifen, um daran weiterzuarbeiten. Ach ja, die Kostenseite erscheint mir zu niedrig. Marty Pfennigfuchser in der Finanzabteilung ist da unschlagbar. Ich werde ihm sagen, dass Sie ihn anrufen. Lassen Sie sich in ein paar Wochen bei mir einen neuen Termin für eine Stunde geben, damit wir uns das nochmal anschauen.“

Szenarium Nr. 2 (nachdem Sie noch nicht einmal die Hälfte der Präsentation hinter sich haben): „Sie wissen ja, was zu tun ist. Schauen Sie in den nächsten paar Tagen noch mal kurz rein und sagen Sie mir, was Ihre nächsten Schritte kosten werden. Wir können ein paar hundert Euro irgendwo abzweigen, um einen Prototyp zu basteln und dann ein schnelles Feedback vom Markt zu bekommen. Ich bin sicher, Sie können dafür Unterstützung im Außendienst zusammentrommeln – wir haben einen Gutteil an Leuten da draußen, die versessen auf so etwas sind. Das ist eine großartige Chance für Sie!“

Boss Nr. 1, Sam, erreicht immer seine Ziele – nicht mehr und nicht weniger, aber immerhin. Er ist schlau wie ein Fuchs und kann Schwachpunkte in Ihrer Argumentation mit laserscharfer Präzision aufspüren. Er liebt es, intelligente Vorschläge mit brillanten jungen Mitarbeitern auszudiskutieren. In der Tat könnte man behaupten, bei Sam bekommt man ein fortgeschrittenes MBA-Training.

Boss Nr. 2, George, hat Höhen und Tiefen gehabt. Aber in einem Unternehmen mit zehn Abteilungen hat George den Löwenanteil an durchschlagenden Produkten eingeführt. George ist clever und engagiert. Aber er hält einfach keine ganze Präsentation stillsitzend aus. Er mag engagierte, gut vorbereitete Leute, die zum Äußersten bereit sind, um ihre Träume wahr zu machen.

Er gibt ihnen dazu eine Menge Freiraum (seine Kollegen, wie beispielsweise Sam, sagen, viel zu viel), aber er erwartet 15-Stunden-Tage – und Resultate. Er überträgt 28-Jährigen im Nu die Verantwortung für ein Großprojekt, wenn sie in der Vergangenheit etwas zustandegebracht haben. Aber wenn man auf seine schwarze Liste kommt, muss man aufpassen: Er gibt eine zweite Chance, wenn man sich ein Bein ausgerissen hat, aber nach zwei Pleiten hintereinander hat man ein Problem.

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