Management: Kaum Frauen in deutschen Vorständen

Management
Kaum Frauen in deutschen Vorständen

In den Führungsetagen börsennotierter deutscher Unternehmen bieten Frauen nach wie vor ein seltenes Bild. Lediglich drei Prozent aller Vorstandmitglieder sind weiblich. Doch es gibt auch Fortschritte.
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BerlinDie Emanzipation in der Beletage der deutsche Wirtschaft kommt nur langsam voran: Im Januar dieses Jahres waren acht Prozent der Vorstände und Aufsichtsräte der 160 in Dax, MDax, SDax und TecDax notierten Unternehmen weiblich - das sind nur 1,5 Prozentpunkte mehr als Anfang 2011. Das ergab der Woman-on-Board-Index 2012 der Organisation „Frauen in die Aufsichtsräte“ (Fidar).

„Eigentlich sollten wir die Zeiten mit 92 Prozent Männerquote längst hinter uns haben. Aber trotz der guten Vorbilder sind zahlreiche Dax-Konzerne noch weit davon entfernt, die im Deutschen Corporate Governance Kodex geforderte angemessene Vertretung von Frauen zu erreichen“, sagte Fidar-Präsidentin Monika Schulz-Strelow.

Die meisten Frauen sitzen in den Aufsichtsräten, vor allem auf der Arbeitnehmerbank: Ihre Quote im Aufsichtsrat insgesamt beträgt 12,8 Prozent - im Vorjahr waren es noch zehn Prozent. In den Vorständen hingegen sind nicht mal vier von 100 Managern weiblich.

GfK, Douglas und SKW führen das Ranking an. Die Zahl der frauenfreien Führungsspitzen ist zwar von 74 auf 56 gesunken. Damit sitzen jedoch noch immer in jedem dritten Unternehmen ausschließlich Männer an der Spitze.

Es gibt jedoch auch Positives zu berichten: 23 der wichtigsten börsennotierten Unternehmen haben 2011 erstmals eine Frau in den Aufsichtsrat oder Vorstand geholt. In immerhin zehn Unternehmen stellen die Frauen bereits ein Fünftel der Spitze. Deutliche Sprünge attestiert Fidar etwa SKW, Kabel Deutschland, Henkel, Bertrand und der Telekom. „Es gibt durchaus Aufsteiger, die in der Lage sind, geeignete Kandidatinnen zu finden“, sagte Schulz-Strelow.

Die gestiegene Sensibilität in den Kreisen der Manager zeige sich daran, dass viele Unternehmen auf höhere Frauenanteile unterhalb des Vorstands verweisen. Das wiederum werde den Druck erhöhen, auch mehr nach ganz oben zu berufen.

Dennoch sei eine gesetzliche Quote überfällig, urteilte Schulz-Strelow. Denn beim jetzigen Tempo würde es gut 14 Jahre dauern, bis eine 30-Prozent-Quote erreicht wäre. Fidar zählt dafür auf EU-Kommissarin Viviane Reding, die dies angedroht hatte. Auch Arbeitsministerin Ursula von der Leyen ist für gesetzlichen Zwang. Die Bundeskanzlerin dagegen will keine verbindliche Quote und stützt den Plan von Frauenministerin Kristina Schröder, die Unternehmen lediglich zur Einhaltung einer selbst gewählten Quote verpflichten will.

Wenn allerdings nur eine einzige Frau in Aufsichtsrat oder Vorstand sitze, sei die Gefahr groß, dass nach deren Ausscheiden wieder die reine Männerwirtschaft einkehre und das Unternehmen im Ranking nach hinten rutsche. Dies habe sich beispielsweise bei Drägerwerk, Puma und SAP gezeigt.

Barbara Gillmann ist Korrespondentin in Berlin.
Barbara Gillmann
Handelsblatt / Korrespondentin

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  • Es ist schon ekelerregend wie der Staat sich in die privatwirtschaftlichen Eigentumsrechte einmischt. Wir sind auf dem besten Weg zu einer kommunistischen Diktatur in Deutschland. Honeckers Mädchen (5.Kolonne) wird es schon richten. Wenn man schon Quoten einrichten will, dann aber auch für allle Bereiche. Also dann muss aber auch die Toillettendame einen Helfer bekommen. Gerecht ist gerecht. Wer weibliche Vorgesetzte kennengelernt hat, die ihre Hormone im Büro voll ausleben, der ist von dem Gedanken der Quotenfrauen bestimmt nicht angetan. Von Männern wird immer erwartet, dass sie sich im "Griff" haben. Gleiches Recht für alle! Frauen sind mit ihren weiblichen Reizen gegenüber den Männern klar im Vorteil.

  • Sagen Sie so etwas nicht, Sie bringen womöglich die intelligenzbefreiten Regierenden noch auf dumme Gedanken ;) Hätte sonst noch Vegetarierer und Menschen mit einer Vorliebe für gegartes Gemüse vorgeschlagen.

  • Frauen domonieren die Büros der Leiharbeiterfirmen in Deutschland.
    Das ist schlimm genug.
    Gierig,unflexibel und inkompetent,wenn es um technische Berufe geht.

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