Management-Literatur
Der Erfolg hat Methode

Das Prinzip, lieber von Praktikern zu lernen als Theorien zu wälzen, hat in der Managementliteratur des Frühjahrs Konjunktur. Reihenweise versuchen Autoren hinter die Rezepte unternehmerischer Erfolgsgeschichten zu kommen.

KÖLN. Indien ist der nächste große Markt nach China. Und der nächste Markt, auf dem fast alle Uhren anders gehen. Das hat Petra Mehl-Lammens am eigenen Leib zu spüren bekommen. Sie berät seit 15 Jahren Führungskräfte bei interkulturellen Problemen, und sie führt in Bombay selbst ein eigenes Unternehmen. Ihr Buch „Geschäftserfolg in Indien“ zeigt anderen aus leidvoller Erfahrung, wie man es besser macht.

Das Prinzip, lieber von Praktikern zu lernen als Theorien zu wälzen, hat in der Managementliteratur des Frühjahrs Konjunktur. Reihenweise versuchen Autoren hinter die Rezepte unternehmerischer Erfolgsgeschichten zu kommen. Und wo die Autoren sich in ihren neuen Büchern nicht an anderen abarbeiten, werten sie eigene Erfahrungen aus.

Petra Mehl-Lammens erklärt den Lesern, dass sie immer bedenken müssen, welcher Religion ein indischer Geschäftspartner angehört: Für einen gläubigen Hindu ist es vollkommen logisch, nach dem Shikranti-Fest am 14. Januar vier Wochen lang keine Verträge zu unterzeichnen. Westliche Manager sollten Südindern besser keine Fleischgerichte vorsetzen – die meisten von ihnen sind Vegetarier. Und es ist gut zu wissen, dass ein kurzes, heftiges Kopfschütteln in Indien „Ja“ heißt.

Der Frankfurter Campus-Verlag bleibt lieber in Europa und liefert in diesem Frühjahr gleich mehrere „Lernen von den Besten“-Bücher: Der Unternehmensberater Bernd Venohr hat sich das Imperium des baden-württembergischen Vorzeigeunternehmers Reinhold Würth vorgenommen. Und Rüdiger Jungbluth, der für Campus schon über die BMW-Inhaber Quandt und die Familie Oetker geschrieben hat, setzt sich diesmal auf die Spur des schwedischen Möbelhauses Ikea.

Dessen gewaltiger Erfolg lässt sich im Wesentlichen mit der Meldung einer Münchener Zeitung von 1974 zusammenfassen, als Ikea das erste Möbelhaus in Deutschland eröffnete: „Die Schweden kommen“, titelte das Blatt damals. Und wunderte sich, dass es in diesem neuen Einrichtungsgeschäft Möbel „vorwiegend aus Kiefernholz“ gebe, die man selbst abholen und aufbauen muss. Dabei waren es diese Eigenarten, die Ikea zum Welterfolg machten.

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