Manager konzentriert sich ab 2005 auf den Posten des Verwaltungsratschefs und kündigt eine aktive Rolle an
Dormann will bei ABB weiter mitmischen

ABB-Chef Jürgen Dormann will nach seinem Abgang als Konzernchef die Strategie des Schweizer Industriegüterkonzerns weiter mitgestalten. Besonders bei Akquisitionen möchte er mitreden, erläuterte Dormann im Gespräch mit dem Handelsblatt. Dormann hat zurzeit sowohl den Posten des Verwaltungsratspräsidenten als auch den des Konzernchefs inne.

ZÜRICH. Die Aufgabe als CEO wird er aber zum Jahreswechsel an Fred Kindle übergeben. Kindle ist bislang Chef des deutlich kleineren Industriegüterkonzerns Sulzer. Er wird im September sein Büro bei ABB beziehen.

Über strategische Fragen führe er mit Kindle bereits jetzt einen Dialog, sagte Dormann. Für ihn diese Zusammenarbeit selbstverständlich: „In einer Schweizer Gesellschaft hat der Präsident des Verwaltungsrats natürlich Einfluss auf strategische Entscheidungen.“

ABB hatte in den vorigen drei Jahren unter der schwachen Konjunktur und wiederholten Restrukturierungen gelitten und hohe Verluste ausgewiesen. Im ersten Quartal 2004 zeigte ein bescheidener Nettogewinn von vier Mill. Dollar, dass die Wende immerhin geschafft ist. Dormann ist für das zweite Quartal optimistisch und peilt für das Gesamtjahr schwarze Zahlen an.

Trotz der Besserung schlägt Dormann beim Thema Zukäufe vorerst einen vorsichtigen Kurs ein. Dies erwartet er auch von seinem Nachfolger. „Die nächsten zwei Jahre gibt es keine größeren Akquisitionen“, sagte er. Zunächst wolle er vier Quartale hintereinander positive Zahlen schreiben, das Rating verbessern, und schließlich hätten auch die Aktionäre Anspruch auf eine Dividende.

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