Manager-Ratgeber
„Viel zu wenige Menschen nutzen ihr Potenzial“

Anja Förster und Peter Kreuz sind Unternehmensberater und haben bereits sechs Bücher geschrieben. "Alles außer gewöhnlich" wurde mit dem Preis "Wirtschaftsbuch des Jahres 2007" ausgezeichnet. Zu ihren Kunden zählen die Führungsetagen von SAP, BMW oder Siemens.
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Ihr Buch wirkt äußerlich ungewöhnlich. Knallgrüne Farben, viele Bilder, alles sehr hipp - genau wie auch der Titel. Dann aber diese abgenutzte Unterzeile. Wie neu sind die Ideen in Ihrem Buch?

Wir haben den Untertitel nicht deshalb gewählt, weil uns gerade nichts Besseres eingefallen ist (lacht), sondern weil er unsere Motivation, dieses Buch zu schreiben, exzellent auf den Punkt bringt. Viel zu wenige Organisationen und Menschen nutzen ihr volles Potenzial. Viel zu viel Initiative, Kreativität und Leidenschaft bleiben auf der Strecke. Das führt dazu, dass viele Unternehmen weniger fähig sind, als die Summe der in ihnen arbeitenden Menschen. Was für eine kolossale Verschwendung! Uns geht es darum, Wege aufzuzeigen, wie sich das lebendige Potenzial entfesseln lässt. Das funktioniert, indem wir den Menschen in den Unternehmen ein Maximum an Selbstbestimmung und Freiraum gewähren, ohne dass dabei die Disziplin auf der Strecke bleibt.

"Nur Tote bleiben liegen" klingt nach Krisenbewältigung, oder?

Nein, ganz im Gegenteil, es geht um eine riesige Chance. In einer Welt, in der Kunden jeden Morgen aufwachen und fragen "Was gibt's Neues? Was ist anders? Was ist faszinierend?", sind triste, von Zahlenkolonnen getriebene Unternehmen, in denen die Belegschaft die Zeit bis zum Feierabend übersteht, mausetot. Unternehmen mit Zukunft zeichnen sich durch den Ideenreichtum, die Initiative und Leidenschaft ihrer Mitarbeiter aus.

Wie gelingt es, diese entscheidenden Attribute freizusetzen?

Hier sind die Strukturen des Internets eine interessante Blaupause. Im Web sind viele Menschen kreativ und experimentieren permanent. Sie betätigen sich als Autoren, Fotografen, Filmer, Designer, Musiker oder Grafiker. Die Hilfsmittel sind vorhanden und das Web dient als globale Plattform zur Verbreitung der Ergebnisse ihrer kreativen Arbeit. Dagegen gibt es in vielen Unternehmen noch "Kreativitätsapartheid". Ideenreichtum wird nur den "Kreativen" zugetraut und Innovation wird als Domäne der Abteilung Forschung und Entwicklung betrachtet. Aufgrund dieser Denkblockaden nutzen viele Unternehmen nur einen Bruchteil des Erfindungsreichtums ihrer Mitarbeiter.

Was sind die wesentlichen Anforderungen an einen Manager?

Die Chefrolle innezuhaben bedeutet, die Arbeit in einer Weise zu organisieren, dass einfach Gutes passiert - ob man das nun direkt steuern kann oder nicht. Wer seine Aufgabe als Führungskraft primär darin sieht, kraft seines Amtes die Mitarbeiter zu kontrollieren und zu dirigieren, limitiert seine Möglichkeiten auf eine geradezu sträfliche Art und Weise. Denn statt Initiative, Kreativität und unternehmerischem Einfallsreichtum erntet er in seinem Team Konformität und Anpassung. Erfolgreiche Manager verstehen, dass es ihre Aufgabe ist, die Arbeit so zu organisieren und die Aktivitäten so aufeinander abzustimmen, dass die gewünschten Ergebnisse erfolgen. Die Mitarbeiter müssen natürlich selbst in Besitz der Fähigkeiten sein, die sie benötigen, um eine bestimmte Arbeit zu verrichten. Der Chef kann in zweierlei Hinsicht einen entscheidenden Beitrag leisten: Er kann zum einen Fähigkeiten trainieren und zum anderen dafür sorgen, dass die Leute mit den richtigen Fähigkeiten an den richtigen Orten sitzen.

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Kommentare zu " Manager-Ratgeber: „Viel zu wenige Menschen nutzen ihr Potenzial“"

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  • Die meisten Unternehmensberater sind die gleichen Scharlatane wie boersenbriefschreiber.

    Unternehmensberater, die noch nie erfolgreiches Unternehmen gefuehrt haben und glauben, dass ihre in buecher gepackten Weissheiten einen Mehrwert fuer die Gesellschaft haben, sind widerwaertig.

    Nicht labern, machen !

    Nehmt Geld auf, gruendet ein Unternehmen und stellt Mitarbeiter ein. Dann koennt ihr "beraten" und buechlein schreiben.

    So sind sie die berater dieser Welt. Alles was nachweisbar ist, wird gemieden. Man kann als Unternehmensberater immer den Unternehmer fuer den Misserfolg verantwortlich machen und die Erfolge fuer sich verbuchen. Mit letzterem wird selbstverstaendlich geworben.

    Genau wie bei den boersenbriefschreibern. Anstatt eine nachweisbare Performance in Form eines aufgelegten Fonds als beweis darzubringen, schaukeln die "unfehlbaren Experten" ihr Ego mit "Vergessen von Misserfolg", "Hervorheben der Erfolge" und allgemeingueltigem theoretischem Geschwaetz, dass jeder weiss und nur wenige umsetzen in die Hoehe.

    Einfach nur peinlich.



  • in Deutschlanmd wird alles in diskriminierender leiharbeit erledigt, anschließend ist maximal Hartz4 drin. Setzt euch mal mit der Realität auseinader oder ihr habt eben reiche Eltern mit beziehungen oder ihr beutet die Leiharbeiter und andere aus.

    Womit man noch in Deutschland wunderbar existieren kann ist: gewalttätigkeit gegen andere. Solche Leute werden dringenst in Deutschland gesucht um die Leiharbeiter bestmöglichst auszubeuten.

    wer gewaltätig ist in Deutschland ist hochbezahlt.

    Andere werden künstlich gefördert und können bücher schreiben die gedruckt werden. Wer bezahlt eigentlich diese bücher? Ein normaler Mensch in Deutschland wird nicht künstlich gefördert und kann bücher schreiben.

  • Falscher Ansatz!
    Viel zu viele Unternehmen nutzen das Potenzial ihrer Mitarbeiter nicht, weil Mobbing, Angst und Ausbeutung am Arbeitsplatz regieren!

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