Manager-Vorbild
Warren Buffetts beste Ratschläge

Warren Buffett ist nicht nur ein begnadeter Investor, sondern auch Chef von Berkshire Hathaway – und als solcher eben auch von weltweit 233.000 Beschäftigten. Von seinen Führungsmethoden kann man viel lernen.
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Düsseldorf Warren Buffett ist als Investor eine Legende. Wenn er ein Unternehmen empfiehlt – oder besser noch dessen Aktien kauft – kommt das einem Ritterschlag gleich. Dabei wird leicht vergessen, dass Buffett auch der Manager eines komplexen Unternehmens ist.

Und diese Seite haben die Erfolgsautoren Mary Buffett und David Clark in ihrem Buch „Die Macht der Ehrlichkeit. Warren Buffettts Management-Kompass“ untersucht. Die beiden Autoren haben mit „Das Tao des Warren Buffett“ und „Buffettology“ und weiteren Büchern bereits einige Bestseller über den „großen Meister“ geschrieben. Aber auch „Die Macht der Ehrlichkeit“ hat einen Schönheitsfehler: Eine objektive Herangehensweise sollte der Leser bei Mary Buffett und David Clarke nicht erwarten.

Schließlich ist Mary Buffett die ehemalige Schwiegertochter des Investors und David Clark seit 30 Jahren mit ihm befreundet. Ein gutes Stück Verherrlichung ist da natürlich dabei. Nicht zuletzt muss man dem an sich dünnen Buch anlasten, dass es die 200 Seiten nur mit Mühe voll bekommt und der Preis mir 23 Euro recht happig ausfällt.

Dessen ungeachtet bietet die Ratschläge Buffetts bei aller Idealisierung tatsächlich einen nachahmungswürdigen Leitfaden. Wenn alle Manager die Prinzipien angewendet hätten, hätte es sicherlich keine Finanzkrise gegeben. Im Folgenden werden die Grundzüge gekürzt dargestellt:

 

Erster Schritt: Das richtige Unternehmen finden

Egal ob als Chef, als Arbeiter oder als Investor: Zunächst einmal muss man sich laut Warren Buffett für das richtige Unternehmen entschieden. Er hat eine Reihe von Merkmalen identifiziert:

Zweiter Schritt: Verantwortung delegieren und die passenden Manager finden

Buffett selbst musste mit der wachsenden Größe von Berkshire Hathaway lernen, Verantwortung zu delegieren – immerhin besitzt er inzwischen 88 Unternehmen. Dabei nimmt Buffett Veränderungen nur vor, wenn sie unbedingt sein müssen. Denn Top-Posten neu zu besetzen kostet Zeit und ist – wie er selbst sagt – auch mit Schmerz verbunden.

Dritter Schritt: Die Belegschaft motivieren

Ist der „perfekte“ Manager gefunden, ist noch nichts gewonnen. Der dem muss es auch gelingen, die Belegschaft zu motivieren. Buffett lernte so manche Lektion von Dale Carnergie, einem Großmeister dieses Faches.

 

Vierter Schritt: Fallgruben, Herausforderungen und Lehrstücke für Manager

Im letzten Kapitel des Buches geht um Buffetts Einstellung zu den Schwierigen Momenten des Unternehmerdaseins. Also wenn Mitarbeiter sich Fehltritte leisten, Chancen verpasst wurden oder die Zahlen nicht stimmen Zudem gibt Buffett auch Tipps für das Einbinden des Privatlebens.

Bibliografie:

Mary Buffett, David Clark

Die Macht der Ehrlichkeit. Warren Buffettts Management-Kompass

Ambition Verlag, Berlin 2011

200 Seiten, 22,99 Euro

Thorsten Giersch
Thorsten Giersch
Chefredakteur Business bei der Verlagsgruppe Handelsblatt / Geschäftsführer digital bei planet c

Kommentare zu " Manager-Vorbild: Warren Buffetts beste Ratschläge"

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  • Dann lesen Sie doch einen solchen Artikel nicht, wenn es Sie stört.
    Der Hinweis auf das Buch ist sehr gut und mit aller Wahrscheinlichkeit (Schmunzel),lediglich aus dem Grund gemacht worden, dass alle unfähigen Führungskräfte die Deutschlands Firmen bevölkern sich dieses Buch kaufen, auf dass ein Umdenken in der Mitarbeiterführung erfolgt.Schließlich haben die Firmen in Deutschland bald ein Arbeitskräftemangelproblem und da sollten die wenigen, fleißigen,eigenständig Denkenden,fähigen Arbeitskräfte,welche die Unternehmen erfolgreich am laufen halten, zumindest erwarten können vernünftig behandelt zu werden.In vielen Unternehmen ist es doch heute so, das die Arbeitnehmer für ihre Leistungen (auch unentgeltliche)überhaupt keine Annerkennung bekommen.Eigeninitiativen und eigenständiges Denken wird unterdrückt,der Druck wird immer mehr erhöht.Eine Arbeit die vor 10Jahren drei Mitarbeiter gemacht haben, macht heutzutage ein Mitarbeiter.Der Kostendruck und der schnelle Erfolg steht den Führungskräften im Nacken, die Mitarbeiter sind nur eine Zahl und werden als Individuum überhaupt nicht wahrgenommen.Die vielen Nieten in Nadelstreifen führen, ja sie führen, sie führen die Angestellten zur inneren Kündigung.

    Ich, Führungskraft der alten Schule sage, Motivation und ein paar freundliche Worte, aber auch das hineindenken in die Bedürfnisse und Probleme der Angestellten, kurzum dass sich wahrgenommen fühlen jedes Einzelnen bringt Leistungen hervor die man auf keinem anderen der heute üblichen Wege bekommt. Unternehmen mit solchen Führungsqualitäten sind auch am Markt die Erfolgreichen.

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