Manfred Schneider
RWE-Chefkontrolleur zu weiterer Amtszeit bereit

Wie das Handelsblatt erfuhr, wird der frühere Bayer-Chef Manfred Schneider den Aufsichtsrat des Energiekonzerns RWE für eine weitere Wahlperiode führen. Die Verlängerung ist nicht unproblematisch: Mit der Wiederwahl würde die Altersgrenze verletzt, die in der Geschäftsordnung empfohlen wird.
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DÜSSELDORF. Der frühere Bayer-Chef Manfred Schneider hat sich durchgerungen, den Aufsichtsrat des Energiekonzerns RWE für eine weitere Wahlperiode zu führen. Dies erfuhr das Handelsblatt aus Konzernkreisen. Schneider selbst wollte sich dazu nicht äußern. Der Manager, der in den kommenden Tagen 72 Jahre alt wird, bestätigte lediglich, dass die Entscheidung über die Führung des RWE-Kontrollgremiums noch nicht wie erwartet bei der Aufsichtsratssitzung an diesem Freitag, sondern erst im Februar nächsten Jahres fallen werde. Schneiders bisherige Amtszeit endet mit der nächsten Hauptversammlung Ende April. Eigentlich wollte er zu dem Zeitpunkt auch ausscheiden, schließlich hatte er das Amt im Frühjahr 2009 nur übergangsweise übernommen, als sein Vorgänger Thomas Fischer überraschend ausgeschieden war.

Noch im September zögerte Schneider mit einer Verlängerung. Er versuchte bis zuletzt, den scheidenden Thyssen-Krupp-Chef Ekkehard Schulz für den Posten zu gewinnen - letztlich aber erfolglos.

Die Verlängerung ist nicht unproblematisch. Mit der Wiederwahl würde die Altersgrenze verletzt, die in der Geschäftsordnung des RWE-Aufsichtsrats empfohlen wird: "Aufsichtsratsmitglieder sollen nicht länger amtieren als bis zum Ende der Hauptversammlung, die auf die Vollendung ihres zweiundsiebzigsten Lebensjahres folgt." Schneider wurde aber von den anderen Mitgliedern gedrängt. Er soll noch den Nachfolger für Konzernchef Jürgen Großmann finden, der spätestens Ende 2012 ausscheidet.

Dieter Fockenbrock
Dieter Fockenbrock
Handelsblatt / Chefkorrespondent

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