Mann muss nicht für andere Kinder seiner geschiedenen Frau zahlen
Unterhaltspflicht nur für leibliche Kinder

Ein Mann muss nach einer Scheidung keinen Unterhalt für Kinder zahlen, die er nicht gezeugt hat.

Eine Frau brachte vier Kinder aus ihrer ersten Ehe mit in den zweiten Bund fürs Leben. Doch auch der erneute - kinderlose - Versuch endete mit einer Scheidung. Von ihrem zweiten Ex-Gatten verlangte die Frau daraufhin Unterhalt für die Betreuung der nicht von ihm gezeugten Kinder. Schließlich sei sie ihm zu Liebe mit dem Nachwuchs aus dem Ruhrgebiet nach Rheinland-Pfalz gezogen. Da die Kinder jetzt dort ihr soziales Umfeld hätten, könne sie nicht mehr zurück in die Heimat - weshalb sie bei der Betreuung auch nicht auf die Hilfe von Verwandten oder Freunden zurückgreifen könne.

Doch das Oberlandesgericht Koblenz erteilte dem Alimentewunsch der Frau eine klare Absage (7 WF 1224/04). Betreuungsunterhalt müsse für Kinder anderer Väter grundsätzlich nicht gezahlt werden, stellten die Richter klar. Eine Ausnahme komme in diesem Fall nicht infrage, weil die Frau problemlos halbtags arbeiten könne, wenn die 20 und 18 Jahre alten Kinder zeitweise auf ihre beiden jüngeren Geschwister aufpassen würden.

Quelle: Wirtschaftswoche Nr. 38 vom 22.09.2005 Seite 131

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