Mannesmann-Prozess
Ackermann könnte noch Monate vor Gericht stehen

Der Prozess um Millionen-Abfindungen für ehemalige Vorstände und Aufsichtsräte des Mannesmann-Konzerns könnte sich um Monate verzögern. Obwohl sich ein Freispruch abzeichnet, forderrt die Staatsanwaltschaft die Vernehmung eines neuen Zeugen aus Großbritannien. Es kann Monate dauern, bis der Zeuge vor Gericht erscheint.

HB DÜSSELDORF Staatsanwalt Johannes Puls kündigte vor dem Düsseldorfer Landgericht an, er wolle einen ehemaligen Investmentbanker von Goldman als Zeugen vorladen. Dazu muss ein Rechtshilfeersuchen an Großbritannien an die britischen Behörden gestellt werden. Goldman war bei der Transaktion als Berater für Vodafone tätig. Der Banker, den Staatsanwalt Puls befragen will, war bei der US-Investmentbank für den Telekom-Sektor zuständig.

Richterin Brigitte Koppenhöfer warnte die Anklage, ein solches Ersuchen könne sich über Monate hinziehen. Die Verteidiger des angeklagten Deutsche Bank-Chefs Josef Ackermann appellierten an die Staatsanwaltschaft, Beweisanträge unverzüglich zu stellen und jede weitere Verzögerung des Verfahrens zu vermeiden.

Josef Ackermann hatte bei der Hauptversammlung der Deutschen Bank am Mittwoch betont, der Prozess sei zwar eine Belastung, habe sein Engagement für die Bank aber nicht beeinträchtigt. "Ich habe zudem die Hoffnung, dass dieses Verfahren bald zu Ende sein wird", sagte er vor den Aktionären. Im Herbst hatte die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) überprüft, ob Ackermann angesichts der Belastung durch den Prozess sein Amt als Vorstandssprecher weiter ausüben kann.

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