Mannesmann-Prozess fortgesetzt
Ackermann: Esser-Prämie angemessen

Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann ist der Ansicht, dass die Millionen-Prämien, die im Zuge der Übernahme durch den britischen Telekom-Riesen Vodafone an den damaligen Mannesmann-Chef Klaus Esser geflossen sind, in ihrer Höhe gerechtfertigt gewesen seien.

HB DÜSSELDORF. Die Prämie habe sich am Erfolg Essers und dem damit verbundenen Anstieg der Mannesmann-Aktie orientiert, sagte Ackermann, der damals dem Kontrollgremium des deutschen Traditionskonzerns angehörte, am Mittwoch vor dem Düsseldorfer Landgericht. Der Kurs der Mannesmann-Aktie war im Laufe der mehrmonatigen Übernahmeschlacht massiv in die Höhe geschossen. Auch bei einem in anderen großen Unternehmen üblichen Optionsplan hätte Esser einen Betrag erhalten, der nicht unter den später ausgezahlten zehn Mill. Pfund gelegen hätte, ergänzte der Bankchef.

Darüber hinaus sei die Prämie an den ehemaligen Aufsichtsratschef von Mannesmann, Joachim Funk, vor diesem Hintergrund gerechtfertigt gewesen, fügte Ackermann hinzu, der sich wegen des Verdachts der schweren Untreue vor Gericht rechtfertigen muss. "Auf dieser Grundlage hatte ich keine Bedenken, den Vorschlag für die Prämien an Esser und Funk zu übernehmen."

Er habe erst später von Funk erfahren, dass der Beschluss rechtlich bedenklich gewesen sei, da Funk selbst über die Prämie mit abgestimmt habe, fügte Ackermann in seiner Rede vor dem Gericht hinzu. Diese juristische Bewertung sei ihm bei der Beschlussfassung aber nicht bewusst gewesen. Zudem sei der Fehler Funks später korrigiert worden.

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