Mannesmann-Prozess
Investmentbanker: Prämien spielten keine Rolle

Die umstrittenen Millionenprämien haben bei der Übernahme von Mannesmann durch Vodafone nach Aussage des Deutschland-Chefs von Goldman Christoph Alexander Dibelius, keine zentrale Rolle gespielt.

HB DÜSSELDORF. In seiner Anwesenheit sei über solche Dinge nicht verhandelt worden, sagte der 44-jährige Investmentbanker am Mittwoch im Düsseldorfer Mannesmann-Prozess. Dibelius war vor vier Jahren als Berater an Seite von Vodafone am Übernahmekampf beteiligt.

Das Kernproblem sei damals gewesen, "echte Kontrolle" über den Mannesmann-Konzern zu erlangen und die verschiedenen nationalen Aktienrechte unter einen Hut zu bringen. Die Berater hätten ständig diskutiert, ob Mannesmann noch "ein Kaninchen aus dem Hut zaubern" könne.

Verbleibeprämien für das Management seien schon damals Standard gewesen. Es habe auch im Interesse von Vodafone gelegen, solche Prämien zu zahlen, denn nach den monatelangen Feindseligkeiten der Übernahmeschlacht sei ein plötzliches Umschalten auf die Integration der Unternehmen keine Selbstverständlichkeit gewesen, sagte Dibelius am 21. Verhandlungstag des Prozesses.

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