Marathonläufer wird neuer Siemens-Chef
Porträt: Klaus Kleinfeld

Der künftige Siemens-Chef Klaus Kleinfeld ist Marathon-Läufer, wodurch er für seinen neuen Aufgaben zumindest die nötige Ausdauer bereits mitbringen dürfte.

HB MÜNCHEN. Beim letzten New-York- Marathon erzielte der 46-Jährige eine Zeit von deutlich unter fünf Stunden, für einen Hobby-Läufer ein beachtliches Ergebnis. Auch bei seiner Siemens-Karriere legte Kleinfeld ein hohes Tempo vor.

Der gebürtige Bremer hatte seine Karriere nach dem Betriebswirtschafts-Studium 1982 am Institut der Stiftung für empirische Sozialforschung in Nürnberg begonnen. Nach einem kurzen Gastspiel bei Ciba-Geigy in der Schweiz wechselte er 1987 als Referent in den Vertriebsbereich von Siemens. Schnell stieg er auf und wurde unter anderem 1995 Leiter der Siemens-Unternehmensberatung. Zudem entwickelte er das strategische Unternehmensprogramm „top plus“ zur Ertragsverbesserung. 1998 wechselte der Manager in den Bereich Medizintechnik, in dem er zwei Jahre später Bereichsvorstand wurde.

Ein wichtiger Karrieresprung war 2001 Kleinfelds Wechsel in die USA. Er brachte das schwächelnde US-Geschäft auf Vordermann. „Zudem sammelte er dort weitere, wichtige internationale Erfahrung“, sagt ein Unternehmenskenner. Kleinfeld sei zudem ein Team-Spieler, dessen Motto lautete: „Nobody is perfect, but a team can be“ (Niemand ist perfekt, aber ein Team kann es sein). Als guter Kommunikator habe er sich im Konzern viel Ansehen erworben. Der Vater von zwei Töchtern ist stark in sozialen Projekten engagiert.

Spätestens als Kleinfeld Anfang dieses Jahres die Verantwortung für das wichtige Arbeitsgebiet Information und Kommunikation übernahm, wurde er als Kronprinz von Konzernchef Heinrich von Pierer gehandelt. Doch schon vorher galt er als Adjudant Pierers, der an allen wichtigen strategischen Entscheidungen beteiligt war.

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