Marcus Schenck
Dürfen es auch etwas mehr Schulden sein?

Eon-Finanzvorstand Marcus Schenck hat sein wichtigstes Ziel bald erreicht: Er hat die Finanzstruktur des Energieriesen verbessert - und so den Schutz vor Übernahmen.

DÜSSELDORF. Bei diesem Chart tritt Marcus Schenck sogar direkt an die Leinwand und zeigt auf den dicken roten Balken. Eon wird Ende des Jahres eine Verschuldungsquote von drei erreichen, signalisiert die Grafik. Das ist doppelt so viel wie noch vor zwei Jahren. Für die meisten Konzerne wäre das eine unerfreuliche Nachricht, nicht aber für den Energiekonzern.

Der Finanzvorstand lächelt, er hat seine Aufgabe erfüllt und Eon durch geschickte Manöver von einem Luxusproblem befreit. Zu wenig Schulden sind schließlich auch nicht gesund: Das macht anfällig für Übernahmen.

Der große, schlanke Manager erläutert im schicken Ambiente der Eon Academy, dem konzerneigenen Schulungsgebäude aus dem 19. Jahrhundert gleich neben der modernen Konzernzentrale, warum das Unternehmen seine Aktie gesplittet hat und wie der Konzern mit seiner Finanzstrategie vorankommt.

Hier im weiß getünchten Seminarraum steht der 42-Jährige dieses Mal im Mittelpunkt. Normalerweise tritt er bei der Präsentation der Geschäftszahlen erst nach seinem Chef, Wulf Bernotat, auf, um die wichtigsten Kennzahlen noch einmal zu vertiefen.

Dieses Mal aber geht es um seinen ureigensten Aufgabenbereich. Er erläutert im Stehen, mit der Fernbedienung des Beamers in der rechten Hand, dass Eon mit der Drittelung des Aktienkurses für Privatanleger attraktiver werden will. Und dass der Konzern auf Namensaktien umstellt, wobei sich die Aktionäre mit Name und Adresse registrieren müssen. So kann Eon besser mit den Aktionären kommunizieren.

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