Margaret Jackson
Qantas-Chefin räumt ihren Posten

Die gescheiterte Übernahme der australischen Fluggesellschaft Qantas Airways hat personelle Konsequenzen: Die Verwaltungsratsvorsitzende Margaret Jackson wird sich im November nicht mehr zur Wiederwahl als Chairwoman stellen.

thk SYDNEY. Qantas-Verwaltungsratsvorsitzende Margaret Jackson hat am Freitag erklärt, sie werde sich nicht mehr zur Wiederwahl stellen. Der Grund: Eine gescheiterte Übernahme. Insgesamt arbeitete sie 15 Jahre im Board des Unternehmens.

Qantas stand in Verhandlungen mit einem Konsortium namens Airline Partners Australia. Wäre das Geschäft zu Stande gekommen, wäre dies mit einem Volumen von 9,1 Milliarden US-Dollar die größte Übernahme in der Geschichte der Luftfahrt gewesen.

Die 54-jährige Jackson war eine starke Befürworterin des Verkaufs von Qantas an Airline Partners Australia. Auch Board-Mitglied James Packer, Australiens reichster Unternehmer, erklärte seinen Rückzug.

Dagegen soll der ebenfalls in die Schusslinie geratene Qantas-Chef Geoff Dixon im Amt bleiben. Er hatte die Gewinnprognose für die Traditionsgesellschaft schon zwei Mal erhöht und rechnet mit dem 14. positiven Jahresabschluss in Folge.

Jackson und Dixon waren wegen ihrer Unterstützung für die gescheiterte Übernahme unter Druck geraten. Das Konsortium, an dem unter anderem die ausländische Beteiligungsfirma Texas Pacific Group und die einheimische Macquarie-Bank beteiligt waren, hatte nicht rechtzeitig ausreichend Rückendeckung von Aktionärsseite erhalten. Deswegen platzte die Offerte.

Mit Blick auf die Kritik am Management erklärte Jackson: „Das Kontrollgremium hat insbesondere sein Vertrauen in Geoff Dixon als Vorstandsvorsitzenden und seine führenden Manager bekräftigt.“ Dixon werde daher mindestens bis Juli 2009 sein Amt als Unternehmenschef weiter ausfüllen. Über die Nachfolge von Jackson will Qantas in den nächsten Monaten entscheiden.

Die Börse reagierte kaum auf die Nachricht von Jacksons Abschied. Am Aktienmarkt Sydney fiel Quantas am Freitag um drei Cent auf 5,22 australische Dollar.

Und das Konsortium Airline Partners Australia? Das hat sich noch nicht aufgelöst. Nach Meinungen von Analysten ist es auf der Suche nach einem neuen Übernahmeobjekt. Heißester Kandidat: British Airways.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%