Maria-Elisabeth Schaeffler
Eine Kämpferin ist wieder da

Die Schattenseiten des Lebens kennt Maria-Elisabeth Schaeffler. Zu ihrem 70. Geburtstag ist die Unternehmerin wieder oben auf. Für sie ist der Tag keine Zäsur und so will sie keinesfalls kürzer treten.
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HamburgDen Glauben hat die bekennende Katholikin Maria-Elisabeth Schaeffler nie verloren. Alles Irdische allerdings, wofür ihr verstorbener Mann seit dem Jahr 1946 gearbeitet hatte, stand auf dem Spiel.

Nach der Übernahme des deutlich größeren Autozulieferers Continental Anfang 2009 (Deckname: „Paul kauft Emma“) sah es so aus, als würden gut elf Milliarden Euro an Schulden das Imperium der Familie – den bis dahin starken Wälzlagerkonzern – erdrücken. Denn die bei der Akquisition willfährigen Kreditinstitute, allen voran die Commerzbank, bürdeten Schaeffler Risikozinsen von 17 Prozent auf.

Die Lage spitzte sich dramatisch zu – für die Firma wie für sie selbst. Kurz nachdem herausgekommen war, dass Schaeffler im Hintergrund die Möglichkeit von Staatshilfe sondiert hatte, wurde die Milliardärin in Kitzbühel bei einer Veranstaltung des Kunden Audi mit Pelz abgelichtet. Die Boulevardpresse schrie auf. „Die listige Witwe“, wie der „Spiegel“ die Unternehmerin etikettierte, schien sich verkalkuliert zu haben.

Zu ihrem 70. Geburtstag am Mittwoch ist die Kämpferin zurück. Egal, ob in der Firma im heimischen Herzogenaurach, mit Bundespräsident Christian Wulf im Schaeffler-Werk in Mexiko oder mit Journalisten in Tokio – die drahtige Dame zeigt sich wieder.

Das gilt gleichsam für Termine der gebürtigen Pragerin im Business-Outfit wie auf der Hauptversammlung von Continental Ende April in Hannover als auch für Auftritte im rustikalen Dirndl wie zuletzt bei den Salzburger Festspielen. Dort traf die in Österreich aufgewachsene Klassik-Liebhaberin auf wohlhabende Weggefährten wie Wolfgang Porsche. Der Chefaufseher des Sportwagenherstellers schätzt die Unternehmerin. „Dass Top-Führungspositionen keine Männerdomäne sein müssen, beweist Maria-Elisabeth Schaeffler. Und zwar nicht erst seit gestern“, sagte Porsche dem Handelsblatt. „Wir brauchen keine Quote, sondern wünschen uns Frauen wie sie“, sagt der Enkel von Ferdinand Porsche. Die Jubilarin selbst sieht den runden Geburtstag nicht als Zäsur, will keinesfalls kürzer treten. Am Mittwoch feiert sie mit Familie und Freunden in Tirol.

Das Geschäft brummt dank des bislang anhaltenden Autobooms. Im ersten Quartal steigerten die Franken den Umsatz um ein Viertel auf 2,7 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern legte um 41 Prozent auf 472 Millionen Euro zu.

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  • Tja, die Frau hat es den Superschlauen wieder mal gezeigt.
    Schon tot gesagt und nun Die Renditen sind gut. Wollten die Banken die Frau kaputtmachen?

  • an so jemanden sollten sich die ganzen deutschen jammerlappen in diversen foren mal ein beispiel nehmen.
    und für ihr alter, sieht sie mal auch echt noch top aus.

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