Mark Frese
Der Kampf gegen den Dax-Abstieg

Wer es in den Dax schafft und wer fliegt, beschäftigt derzeit einen Mann besonders: Mark Frese, Metro-Finanzvorstand. Er kämpft gegen den Abstieg seines Unternehmens – erste Zeichen der Besserung gibt es bereits.
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DüsseldorfWer Vorstand eines Dax-Konzerns wird, hat es geschafft - nach ganz oben: in das Topmanagement eines der 30 größten und umsatzstärksten Unternehmen, die an der Frankfurter Börse gelistet sind. Bei Mark Frese war es Mitte Dezember so weit. Metro, mit 66,7 Milliarden Euro Umsatz Deutschlands Handelskonzern Nummer eins, beförderte den Diplom-Ökonomen zum Finanzchef.

Acht Monate später droht Metro nach 16 Jahren im Dax der Rauswurf aus dem führenden deutschen Aktienindex. In gut einer Woche entscheidet die Deutsche Börse über die Zusammensetzung des illustren Kreises der Blue Chips - und damit auch über Metros Börsenschicksal.

Und was tut Frese? Er kämpft - auch wenn es für seinen Konzern alles andere als gut aussieht. Der 48-Jährige hatte viel zu tun in den vergangenen Wochen. Auf Roadshows in Frankfurt und London warb er um die Gunst der Investoren.

Es folgten zahlreiche Gespräche mit Analysten. "Wir setzen alles daran, den Markt von unserer Stärke zu überzeugen", sagt Frese. Er will das Vertrauen in die Metro-Aktie zurückgewinnen. Erste Zeichen der Besserung gibt es bereits.

Der Kurs hat seit dem Jahrestief Ende Juli um rund 19 Prozent auf rund 24 Euro zugelegt. Auslöser waren die Quartalsergebnisse, die besser ausfielen, als viele Analysten erwartet hatten. Auch der Etappensieg im Streit mit den Minderheitsgesellschaftern um das Sagen beim Elektronikhändler Media-Saturn stützte den Anstieg.

Und doch bleibt das Risiko eines Dax-Abstiegs hoch, das weiß Frese: "Uns ist bewusst, dass wir an vielen Stellen des Konzerns gleichzeitig arbeiten und das Bild einer Großbaustelle entstehen kann. Es gibt großes Potenzial, aber viel zu tun. Das braucht Zeit und verlangt auch unseren Investoren Geduld ab." Als Finanzchef schaut Frese vor allem auf den Cash-Flow, der nach einem starken Rückgang 2011 wieder etwas gestiegen ist. "Cash ist King für die Metro", lautet Freses Credo. Er braucht den finanziellen Spielraum, um die Nettoverschuldung zu senken. Das soll der Aktie weitere Impulse geben.

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