Mark Hurd
Börsenaufsicht ermittelt gegen früheren HP-Chef

Der überraschende Abgang von Mark Hurd als Chef des US-Computerkonzerns Hewlett-Packard (HP) beschäftigt die US-Behörden. Dem 53-Jährigen, der sich einer Mitarbeiterin in anzüglicher Weise genähert und Spesen falsch abgerechnet haben soll, wird nun vorgeworfen, während seiner Zeit bei HP Insiderinformationen weitergegeben zu haben.
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NEW YORK. Hurds abrupter Wechsel zum Konkurrenten Oracle hatte den HP-Kurs im August um acht Prozent einbrechen lassen und sorgt seither immer wieder für Schlagzeilen.

Den Berichten zufolge geht die US-Finanzmarktbehörde SEC Vorwürfen nach, Hurd habe einer ehemaligen Mitarbeiterin vor zwei Jahren Details über den fast 14 Milliarden Dollar schweren Kauf des Konkurrenten EDS im Vorfeld mitgeteilt. HP wirft ihm vor, er habe in diesem Zusammenhang Spesen falsch abgerechnet, um die "engen Kontakte" zu der externen Mitarbeiterin zu verdecken. Die Behörden untersuchen nun, ob Hurd wirklich Computer zerstört hat, um Spuren zu verwischen. Eine HP-Sprecherin erklärte, man kooperiere mit den Behörden. Hurds aktueller Arbeitgeber Oracle und die SEC wollten sich nicht zu dem Vorgang äußern.

HP hatte zuvor die Vorwürfe einer Mitarbeiterin gegen Hurd untersucht und sie als nicht stichhaltig eingestuft. Hurd erhielt daher seine vollständige Abfindung, deren Wert sich inklusive Optionen und Aktienpakete auf fast 35 Millionen Dollar beläuft. Experten sehen in seinem Weggang einen schweren Schlag für HP. Denn Hurd gilt als einer der erfolgreichsten Manager in der Computerbranche. Kurz nach dem Weggang bei HP holte ihn Oracle-Chef Larry Ellison in seinen Konzern.

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